W&B - Wirtschaft und Beruf
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W&B gehört seit 1948 zu den renommiertesten Fachzeitschriften der Beruflichen Bildung!

W&B - Wirtschaft und Beruf

Harald Martenstein

 ÜBER UNGERECHT VERTEILTE INTELLIGENZ

Diese Kolumne widme ich Dr. Koloman Fritsch sowie dem 2014 gestorbenen Schauspieler Robin Williams und seinem Film Der Club der toten Dichter. Ich habe mich mit einer Deutschlehrerin unterhalten. Die Deutschlehrerin sagte, dass an ihrer Schule, einem Gymnasium, in der Oberstufe hauptsächlich Brecht gelesen wird. Zugunsten von Bertolt Brecht habe man Goethe weitgehend ­fallen gelassen. Fack ju Göhte. Begründet werde diese Bildungsreform mit dem Argument, dass Brecht "näher an der Lebenswirklichkeit der Schüler" sei.

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Thema: Zukunft der Beruflichen Bildung

Wie in der Ausgabe 06.2014 angekündigt, haben wir die W&B auf eine Quartalsschrift mit vier Ausgaben pro Jahr umgestellt. Nach der Erfahrung mit dem Pilotversuch in Heft 04/05.2014 zeigen sich erneut die Vorteile. Das Schwerpunktthema kann wesentlich breiter ausgeleuchtet werden. Das ermöglicht auch Sichtweisen, die mit nur wenigen Beiträgen in einer schmaleren Heftausgabe nicht möglich waren. Zudem verstehen wir die W&B verstärkt als Fachzeitschrift, die kurzlebige Informationen eher der Internetrecherche - und ggf. künftig auch Meldungen bzw. Links auf unserer Homepage - überlässt. Damit gewinnen wir Raum für mehr und längere Beiträge, bei denen die Redaktion in der Auswahl von einer gewissen Nachhaltigkeit ausgeht. Um den Fokus der Entwicklung in den Unternehmen und der dortigen inhaltlichen Breite deutlich zu machen, haben wir statt des Untertitels "Zeitschrift für berufliche Bildung" nun Corporate Learning gewählt.

Das Thema Zukunft der beruflichen Bildung verdeutlicht diesen Ansatz. Es geht nicht nur um Reformen und Entwicklungen innerhalb des Systems. Verstärkt treten Herausforderungen hinzu, die von außen kommen. Dazu gehören insbesondere der Trend bzw. die Konkurrenz zur Hochschulreife mit sich direkt anschließendem Studium und die Folgen der demografischen Entwicklung. Die Erweiterung von Qualifikationen auch bei einfacher Arbeit, die Anreicherung von Facharbeit mit kognitiven Inhalten und die Ausweitung von Wissensarbeit greifen das überkommene Fundament von betrieblicher Bildung und Rekrutierung an. Wie sollen Unternehmen mit diesen Entwicklungen umgehen?

Ihre Redaktion W&B

Cartoon

W&B Aktuell

SCHÜLER WISSEN NICHT, WAS SIE WERDEN SOLLEN

von Dr. Johanna Börsch-Supan

Nur gut die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Deutschland (56 %) fühlt sich ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. Dies zeigt die Allensbach-Studie Schule, und dann? im Auftrag der Vodafone ­Stiftung. Besorgniserregend sind diese Ergebnisse unter ­anderem vor dem Hintergrund der steigenden Diskrepanz zwischen unbesetzten Lehrstellen und ­unversorgten Bewerbern für eine berufliche Ausbildung in den letzten Jahren.

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Im Interview: Prof. Dr. Dr. Werner Sauter

KOMPETENZ VERSUS CURRICULUM

 

Unternehmen und Bildungsanbieter setzen zunehmend auf eine fachkundige Begleitung bei der Konzipierung, Umsetzung und ­Implementierung innovativer Lernsysteme. Prof. Dr. Werner Sauter ist Autor vielfältiger ­Publikationen, insbesondere zu innovativen, kompetenzorientierten Lernsystemen. Er bringt umfangreiche Erfahrungen als Berufsschullehrer, Personalentwicklungsleiter, Führungskraft und Bildungsberater mit. W&B hat nachgefragt, welche aktuellen Entwicklungen es auf dem Feld des "Corporate Learning" gibt.      Weiterlesen...

Prof. Dr. Eckart Severing

PERSPEKTIVEN DER DUALEN BERUFSAUSBILDUNG

Die duale Ausbildung gilt als besonders erfolgreiche Abteilung des deutschen Bildungssystems. Auf lange Sicht kann allerdings einem drohenden Bedeutungsverlust nur durch die Öffnung gegenüber leistungsschwächeren Schulabgängern und atypischen Ausbildungsaspiranten begegnet werden. Erste Reformen tragen dazu bei; weitere müssen hinzukommen.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

BILDUNGSSYSTEM: DAS ENDE DES SÄULENKONZEPTS

 

Die markanteste Veränderung des Bildungssystems zeigt sich ­aktuell in der Entscheidung für einen Ausbildungsweg. Traditionell waren Akademiker eine Leistungs- und Führungselite. Der Zugang zur Hochschule war lange Zeit so reglementiert, dass ca. 10 12 % eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss erreichten. Dies prägt bis heute das Bild des Akademikers als Mitglied einer kleinen gesellschaftlichen Oberschicht, obwohl die politisch gewollte und forcierte Erhöhung der Studierquote die Realität völlig veränderte.

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Jürgen Hollstein

DIE LEONARDO-AWARD-PERSPEKTIVE

 

In der Berufsbildungspolitik spielen die ideologischen Debatten
von gestern keine Rolle mehr. Die zentralen Herausforderungen
der Weiterentwicklung sind geläufig und stehen auf der Agenda. ­Neben bekannten Themen wie dem demografischen Wandel bzw. der Fachkräftesicherung, einer verbesserten bzw. intensivierten Berufsorientierung und einem neuen Verhältnis zur Akademisierung kommen aktuelle Gesichtspunkte hinzu.

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BIBB "Kosten, Nutzen, Finanzierung"

KOSTEN UND NUTZEN DER BETRIEBLICHEN AUSBILDUNG IM AUS­BILDUNGSJAHR 2012/13

 von Anika Jansen, Harald Pfeifer, Gudrun Schönfeld und Felix Wenzelmann

Zum mittlerweile fünften Mal erhebt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit der repräsentativen Befragung zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung 2012 / 13 die Bruttokosten, Erträge und Netto­kosten der betrieblichen Ausbildung. Es zeigt sich, dass die Ausbildung für einen Großteil der Betriebe zunächst mit Kosten verbunden ist, also eine Investition darstellt. Die durchschnittlichen Nettokosten betragen etwa 5.400 Euro pro Jahr und Auszubildendem. Durch die Übernahme der Ausgebildeten ergibt sich für die Betriebe jedoch eine Reihe von Vorteilen, die diese Investition rechtfertigen. Insgesamt geht aus der Studie hervor, dass sich die Ausbildung für die Betriebe im Normallfall lohnt.                                                          

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Dr. Axel Plünnecke

ATTRAKTIVE BILDUNGSRENDITEN DER BERUFSAUSBILDUNG IN DEUTSCHLAND

 

Vor allem in den MINT-Feldern wird sich die Fachkräftesituation bei der Nachfrage nach Absolventen mit beruflicher Bildung anspannen. Das hat Konsequenzen für Lohnprämien und Bildungsrenditen die berufliche Bildung ist attraktiv. 

                                               

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Dr. Winfried Heusinger

DER MEISTER ALS WIRKLICHE ALTERNATIVE ZUM STUDIUM

 

Der Absolvent einer Berufsausbildung muss heute alternativlos den Weg über ein Studium wählen, um einen gesellschaftlich akzeptierten höheren Bildungsabschluss erreichen zu können. Der einzige Weg aus diesem ­Dilemma, der mit der Erosion der beruflichen Bildung einhergeht, wäre die Neuetablierung einer von allen gesellschaftlichen Gruppen anerkannten ­Alternative zum akademisch-wissenschaftlichen Bildungszweig.                                             

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Dr. Knut Diekmann

AUFSTIEGSFORTBILDUNG: WEITERER AUFSTIEG ODER ABSTIEG?

 

Die Aufstiegsfortbildung ist ein noch immer weitgehend unentdecktes Premiumprodukt. Denn gerade aufgrund ihrer Versorgung der mittelständischen Unternehmen mit den wichtigen Fachkräften auf mittlerer und höherer Ebene ist sie zum Rückgrat des Mittelstands herangereift. Doch auch die Aufstiegsfortbildung muss sich unter den neuen Rahmenbedingungen bewähren und eine Antwort auf die neuen Entwicklungen finden. 

                                               

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Prof. Dr. Michaela Röber

MAINCAREER
OFFENE HOCHSCHULE

 

Der drohende Fachkräftemangel, der auch in den Medien ein wichtiges Thema darstellt, soll nach dem Be­streben der Bundesregierung mithilfe einer größeren Durchlässigkeit des Bildungssystems aufgefangen werden. Daher fördert die Regierung Projekte wie "MainCareer  Offene Hochschule" an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS), das neue Wege zur systematischen Verknüpfung von beruflicher und akademischer Bildung konzipiert und erprobt.

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Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier

BUNDESWEIT EINZIGARTIG

 

Der drohende Fachkräftemangel, der auch in den Medien ein wichtiges Thema darstellt, soll nach dem Be­streben der Bundesregierung mithilfe einer größeren Durchlässigkeit des Bildungssystems aufgefangen werden. Daher fördert die Regierung Projekte wie "MainCareer  Offene Hochschule" an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS), das neue Wege zur systematischen Verknüpfung von beruflicher und akademischer Bildung konzipiert und erprobt.

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Forschung und Transfer

Heidi Hofmann

FRAUEN IN TECHNISCHE BERUFE!

Technische Berufe sind nach wie vor eine Männerdomäne. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels gerade in diesem Bereich müssen Unternehmen Strategien entwickeln, um auch die Potenziale von Frauen für technische Aufgaben zu erschließen. Dies gilt besonders für kleine und ­mittelständische Unternehmen, die im Wettbewerb mit Großbetrieben um gute Fachkräfte oftmals schlechte Karten haben. Ein Projekt der bfz ­Bildungsforschung und des bsw in Sachsen hat transferierbare Konzepte entwickelt.

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Position

Prof. Dr. Bernhard May

4² MIT BOLOGNA-REFORM EINE ERFOLGSGESCHICHTE

 

"For two": Für Studierende wie für Wirtschaft und Gesellschaft können die letzten 16 Jahre der Hochschulreform als Stärkung, Fortschritt und Erfolg gebucht werden.

1999 2015: 16 Jahre Bologna-Reform haben die Hochschullandschaft fit gemacht für die Anforderungen der Gesellschaft und der Wirtschaft. Als Physiker und Mathematiker freut einen die Zahl 16 besonders, und sie verlockt zum Spielen. 16 = 24 oder 4² oder fo(u)r (to) the power of two . Das gefällt mir. "For two": Für Studierende wie für Wirtschaft und Gesellschaft können die letzten 16 Jahre der Hochschulreform als Stärkung, Fortschritt und Erfolg gebucht werden.

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SINUS Institut

WAS ERWARTEN JUGENDLICHE VON BERUF UND UNTERNEHMEN?

Eine milieuspezifische Betrachtung

Dr. Marc Calmbach, Dr. Christoph Schleer und Peter Martin Thomas

Obwohl rund drei Viertel der Jugendlichen in Baden-­Württemberg an die Erfolgsaussichten einer Berufsausbildung glauben, plant nur ein Viertel, eine ­Ausbildung zu beginnen. Dies belegt die kürzlich veröffentlichte Jugendstudie des SINUS-Instituts für die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg. Um diese Diskrepanz zu überwinden, müssen sich Unternehmen stärker als in der ­Vergangenheit als attraktiver Ausbildungsbetrieb präsentieren. Entscheidend ist hier die Frage, welche Jugendlichen zum Unternehmen passen.

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Harald Parzinski

FACHKRÄFTERESERVE STUDIENABBRECHER?

 

Seit Jahren sind deutsche Hochschulen mit steigenden Studierendenzahlen und hohen Abbruchquoten konfrontiert. In der Wirtschaft ist der Fachkräftemangel zumindest hinsichtlich der Besetzbarkeit von Ausbildungsstellen mit genügend qualifizierten Bewerber/-innen angekommen. Das hessenweite Netzwerkprojekt N.I.S. möchte mit unterstützten Beratungsnetzwerken für Studierende einerseits die Abbruchzahlen senken und andererseits gemeinsam mit Studierenden, die aussteigen wollen, passende alternative Karrierewege planen.

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Prof. Dr. Reinhard Schmidt und Rosa Arnold

DER EINSATZ DES EPORTFOLIOS IM PROJEKT "FLEXIBLES STUDIUM" 

 

Das Projekt "Flexibles Studium" wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen der Ausschreibung Studienmodelle individueller Geschwindigkeit gefördert. Im Rahmen des Projekts wurde die ePortfolio-Arbeit in der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen eingesetzt.

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Bildung International

Veronika Pahl

BERUFLICHE BILDUNG IN KOREA UND DEUTSCHLAND

Eine koreanische und eine deutsche Perspektive

"Put Education on Work" hieß die dreitägige Veranstaltung in Seoul, Republik Korea, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung zusammen mit den lokalen Organisationen Hope Institute und Youth Hub einlud. Thematisiert wurde die berufliche Bildung, die in Korea gesellschaftlich nicht gerade als gleichwertiger Teil des Bildungssystems anerkannt ist.

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Schweiz

SPEZIFITÄT VON AUSBILDUNGSBERUFEN UND BERUFLICHE MOBILITÄT

Christian Eggenberger, Miriam Rinawi und Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner

Um im Laufe des Erwerbslebens eine möglichst hohe berufliche Mobilität zu gewährleisten,
wird in der aktuellen Diskussion immer wieder eine Reduktion der Anzahl der Ausbildungs­berufe gefordert. Eine neue Studie zeigt allerdings, dass diese Argumentation zu kurz greift.

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Tutorium Praxis

Sofie Geisel und Doreen Eggers

GEMEINSAM NEUE PROJEKTE ENTWICKELN

Gemeinsam im Netzwerk ein Projekt entwickeln das ist oftmals ein bedeutender Schritt in die gemeinsame Netzwerkarbeit. Voller Motivation und mit hohen Erwartungen starten die Netzwerkakteure. Viele Ideen stehen dabei im Raum, denn nun soll es endlich konkret werden.  
Wie schafft man es, konkrete Ziele und Maßnahmen, also Projekte, in einem Netzwerk gemeinsam zu entwickeln? Projekte, die in einem regionalen Netzwerk funktionieren und dazu beitragen, dass Fachkräftesicherung erfolgreich gelingt? Aufbauend auf dem Artikel "Fachkräfteanalyse in regionalen Netzwerken. Grundlage erfolgreicher Arbeit" werden diese Fragen in den folgenden Abschnitten beantwortet.

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Recht und Berufsberatung

Julia Glaser und Anja Schöder

ARBEITSZEIT VON AUSZUBILDENDEN

 

 

Jugendliche Auszubildende, die noch zur Berufsschule gehen, unterliegen anderen gesetzlichen Bestimmungen als volljährige Auszubildende. In der Praxis stellen sich insbesondere Fragen bei den Themen Arbeitszeit, Anrechnung auf die Arbeitszeit und Arbeit vor oder nach der Berufsschule.

 

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Berufliche Bildung im Web

Literatur

Magenta MOOC

Ein unternehmensinternes Lernexperiment

http://www.telekom.com/magenta-mooc

Eines der Unternehmen, die sich bereits auf das Abenteuer "Corporate MOOC" eingelassen haben, ist die Deutsche Telekom. 2014 fand der erste "Magenta MOOC" statt. Jede/r Interessierte war eingeladen, mitzumachen. Mehr als 3.600 Mitarbeiter aus 27 Ländern hatten sich schließlich angemeldet. 700 von ihnen wurden ausgelost, aktiv in 140 Teams mitzudiskutieren; alle anderen folgten dem Kurs auf eigene Faust als "Supporter". Die internationalen, bereichsübergreifenden Teams bearbeiteten zusammen Aufgaben aus sechs Modulen mit Themen wie Transformation, Leadership und Simplicity. Auf der Webseite der Telekom heißt es weiter: "To cope successfully with constant change needs an innovative mindset, entrepreneurial spirit and an appropriate culture of sharing and learning. The ­Magenta MOOC is a first step towards new ways of international, cross-disciplinary and virtual ­collaboration ­within Deutsche ­Telekom."

Entsprechend lautete das Motto des dreimonatigen Online-Kurses "Share your entrepreneurial spirit". In einem Artikel („Corporate MOOCs: Unterstützung der lernenden Organisation“, Wirtschaftspsychologie aktuell, 3 / 2014) beschreibt Eva Strube, Personalentwicklerin bei der Telekom, die verschiedenen Ebenen dieses kollaborativen Lernexperiments:

- "den offenen Austausch und die länder- und bereichsübergreifende Vernetzung einer großen Anzahl von Teilnehmenden in der Organisation;
- das Lernen im Team zur Förderung der virtuellen Kollaboration und der Innovationskraft im Konzern und
- das individuelle, selbstgesteuerte Lernen der Teilnehmenden mit Bezug zum eigenen beruflichen Arbeitsumfeld."

Auf der Webseite finden sich weitere Informationen und Kurzfilme zum Magenta MOOC, auch die Videos, die für die einzelnen Themenwochen produziert wurden.

Hamburg Open Online University

Das Lernen wird frei

https://www.youtube.com/watch?v=XXWacHGiGSg&feature=youtu.be

Auf YouTube wirbt Sönke Knutzen, TU Hamburg-Harburg und Leiter der Expertengruppe Portalkonzept und Technik, für das neue Konzept der Hamburg Open Online University, mit dem Bürgermeister Olaf Scholz im vergangenen November zum ersten Mal an die Öffentlichkeit trat. Doch die wahren Ausmaße des Projekts erschließen sich erst, wenn man sich die Drucksache 20/14262 in der Parlamentsdatenbank der Hamburgischen Bürgerschaft vom 13. Januar 2015 durchliest – was jeder Interessierte kann. Denn dort sind die Digitalisierungsstrategie der Hamburger Hochschulen, ihre Ziele sowie die Kernelemente beschrieben. Die Hamburg Open Online University ist nur ein Teil dieser Strategie, aber vielleicht der spannendste:

"Die zentralen konzeptionellen Elemente der Idee der "Hamburg Open Online University" stellen eine selbst entwickelte und -betriebene gemeinsame Plattform aller Hamburger Hochschulen, die Etablierung von lernendenzentrierten eLearning-Ansätzen (zum Beispiel in Form von Problem Based Learning und Project-Based Learning), die Entwicklung von frei verfügbaren Lehr- und Lernmaterialien (OER / Open Educational Resources) für verschiedene didaktische Szenarien sowie die Etablierung von Strukturen für Qualifizierungsmaßnahmen (‚Digital Qualification‘) und Supportstrukturen in den Hochschulen dar."

Wie sagt Sönke Knutzen im Interview mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft: "Wir versuchen mit der Hamburg Open Online University, Universität anders zu denken." Das macht neugierig.

Mein digitales Ich

EIN ONLINEKURS DER VOLKSHOCHSCHULEN

https://mooin.oncampus.de/mod/page/view.phpid=221

Dein digitales Ich reicht weit in Dein Offlineleben hinein. Selbst über Privatpersonen gibt es etwas zu googeln, und so schauen z. B. potenzielle Arbeitgeber gerne mal im Netz nach, mit wem sie es denn zu tun haben.“ Wer also etwas über sein digitales Ich erfahren möchte, hat hier die Gelegenheit. Der "ichMOOC" wird durchgeführt von Joachim Sucker (Hamburger Volkshochschule) und Nina Oberländer (Bremer Volkshochschule). Es ist ein offener Onlinekurs, der vier Wochen lang vom 28. Mai 2015 an im Netz stattfindet, genauer gesagt auf „mooin“, der offenen Lernplattform der Fachhochschule Lübeck. Die Veranstalter versprechen drei abwechslungsreiche Lernformen: Lernvideos, Diskussionsforen fürs Onlinelernen und so genannte MOOCbars, um auch „vor Ort“ die Themen zu vertiefen. Aber auch wer den Termin im Mai verpasst, kann im Nachhinein Videos und ­Diskussionen verfolgen. Die MOOCbars sind dann allerdings geschlossen.

Ein neues Schlagwort: Working Out Loud (WOL)



http://workingoutloud.com/
Wenn von der digitalen Transformation der Unternehmen die Rede ist, so ist noch nicht klar, wie sich das konkret in der täglichen Arbeit niederschlägt. Auch Vernetzung, Transparenz und Offenheit bleiben häufig Appelle, obwohl die technischen Werkzeuge dafür in immer mehr Unternehmen eingeführt sind. Hier setzt „Working Out Loud“ (WOL) an. Die Bewegung, so heißt es, begann 2010, als Bryce Williams die kurze Formel „Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work“ kursieren ließ. John Stepper griff die Idee auf und führte sie weiter aus. Heute ist daraus eine Bewegung geworden: mit Anlaufstellen im Netz, Communities in einzelnen Ländern und einer Reihe von Beiträgen, die versuchen, die Idee in konkrete Handlungen und Routinen zu übersetzen. Im Kern geht es darum, die eigenen Arbeitsprozesse und Routinen, die alltäglichen Abläufe, Erfahrungen und vor allem Fehler sichtbar zu machen. Die sozialen Intranets und Netzwerke in den Unternehmen bieten dafür die geeignete Infrastruktur. Solche ­Routinen können z. B. drei Stichworte über ihre Arbeitsaufgaben sein, die Mitarbeiter am Montagmorgen in das Netzwerk geben, oder drei ­Erfahrungen der zurückliegenden Woche, die sie am Freitag öffentlich festhalten. Reflexion, Feedback und Lernprozesse inbegriffen.