W&B - Wirtschaft und Beruf
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W&B gehört seit 1948 zu den renommiertesten Fachzeitschriften der Beruflichen Bildung!

W&B - Wirtschaft und Beruf

Thema: Communities und Unternehmen

Communities, der Zusammenschluss von Menschen mit ähnlichen Interessen, sind nicht wirklich etwas Neues. Auch in Unternehmen bilden sich Interessengruppen. Aber bisher war jede Organisationsform durch Zeit und Raum begrenzt. Diese Beschränkungen haben das Internet und die virtuellen sozialen Netzwerke beseitigt. Unternehmen haben begonnen, das Konzept der Selbstorganisation in Netzwerken zu nutzen. Eine spannende Idee, die wir bereits mehrfach thematisiert haben. Mit diesem Heft ziehen wir eine vorläufige Zwischenbilanz: Wo geht die Reise hin?

In eigener Sache werden wir im laufenden Jahr einige Änderungen vornehmen. Drei Jahre nach dem grundlegenden Relaunch der W&B ziehen wir die Konsequenzen aus der rasanten Entwicklung der digitalen Medien: Punktuelle und kurzfristig aktuelle Beiträge werden wir vermehrt auf die Internet-Seite stellen. Die Print-Ausgaben der W&B werden nach den positiven Erfahrungen mit dem Doppelheft 04/05.2014 künftig als "Quaterly Reviews" vier mal im Jahr erscheinen, dafür mit deutlich erhöhtem Umfang. Das schafft Raum für eine vertiefte Aufarbeitung von Themen, die über Aktualität hinaus eine nachhaltige Wirkung haben. Dabei soll die berufliche Bildung weiterhin einen hohen Stellenwert einnehmen, allerdings noch mehr unter dem Aspekt des Corporate Learning in der Wirtschaft. Und schließlich bitten wir Sie, die Leser, um Verständnis, dass wir nach drei Jahren eines deutlich abgesenkten Abo-Preises wieder den Anschluss an die Marktkosten finden müssen.


Ihre Redaktion und Verlag W&B

Josef Krieg: Meine Meinung

IDEENSCHMIEDE COMMUNITY

Ist die Idee der digitalen Community auf Unternehmen übertragbar? Ja und unbedingt! Die digitale Revolution mit ihrem Grundsatz "Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert" verlangt von allen Unternehmen weitreichende Innovationen, radikale Aufgabe tradierter Prozesse und fundamentale Änderung der Organisation. Ohne ein neues Verständnis von Kommunikation, Vernetzung und letztlich Führung ist dieser Wandel nicht machbar. Manche Unternehmen setzen soziale Medien ein, weil sie glauben, ihren "digital natives" damit einen Gefallen zu tun. Andere schotten sich vollkommen ab. Beides ist falsch. Der Technikkonzern Bosch hat nach eigenen Angaben weltweit 18.000 Learning Communities etabliert, die von Community-Managern unterstützt und geleitet werden. Sie sind Teil eines Ideenmanagements, das helfen soll, neue Ideen umzusetzen und Kosten zu sparen.

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Cartoon

Gesprächsrunde

CHAOS MIT SYSTEM - EIN GESPRÄCH ÜBER COMMUNITIES

Communities prägen die Internetkultur. Mit der Übernahme der Idee der Social Media in die interne und externe Unternehmenskommunikation haben Unternehmen auch das Konzept der Communities übernommen. Experten, die sich längst über Fach-Communities im Internet austauschen, bauen unternehmensinterne und unternehmensübergreifende Gruppen auf, die online kommunizieren. Diese Lernprozesse hat inzwischen auch das Corporate Learning entdeckt. Aber vermutlich stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung, die einiges auf den Kopf stellen wird. W&B sprach mit den drei Autoren, die im Schwerpunkt Communities zu Wort kommen.

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Günther M. Szogs

DIE LEONARDO-AWARD-PERSPEKTIVE

Wie verortet sich Corporate Learning? Der Leonardo European Corporate Learning Award agiert zwischen diesbezüglich engagierten Communities. Ob BarCamp oder UN, ob prämierte Firmenlenker oder grenzüberschreitende Innovationsprojekte, ob Vor-, Mit- oder Nachdenker, dem Namensgeber treu forciert der Leonardo die transdisziplinäre Perspektive. Er sucht Zwischenräume auf Basis von Wahr-Nehmen für teilgebende reflektive Performanz zu nutzen. Bei der UNESCO Promising Practice genannte Geschichten des Gelingens zeigen, wie fantasievoll sich Zukunft im Corporate Learning gestalten lässt, wenn Wille, Leidenschaft und Wissen zusammenkommen. Dies zu stärken, erfordert als Nährboden eine Öffentlichkeit, die selbst wahrnimmt.

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Dr. Jochen Robes

ZWISCHEN MANAGEMENT, UNTERNEHMENSKULTUR UND
SELBSTORGANISATION

Mit der Einführung von Social Intranets und Social Media rückt für immer mehr Unternehmen auch Social Learning auf die Agenda. Es umfasst das informelle, selbstorganisierte und vernetzte Lernen, das durch Social Media bzw. soziale Netzwerke unterstützt wird. Im Internet ist Social Learning eine alltägliche, von vielen gelebte Praxis. In Unternehmen stellt es die Weiterbildung vor neue ­Herausforderungen. Doch es ist notwendig, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

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Karlheinz Pape

7. COMMUNITYCAMP 2014 IN BERLIN

Immer noch am gleichen Ort in einem alten ehrwürdigen Industriebau im zweiten Hinterhof in der Windscheidstraße in Berlin-Charlottenburg ­findet das jährliche Klassentreffen der Community- und Social-Media-­Manager statt.

250 waren es diesmal. Mehr nehmen die fünf Räume des Raumsponsors Cimdata auch nicht auf. Eng war es in etlichen Sessions. Sogar auf dem Fußboden zwischen den Tischen saß man, z. B. bei der Session SEO-optimiertes Texten von Caroline Kliemt.

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W&B aktuell

GESCHICHTE DES LERNENS

 

Kann es überhaupt eine Geschichte des Lernens geben?
Von einer Geschichte des Lernens kann man reden,
wenn sich das ­Lernen im Laufe der Zeit verändert.


Dies könnte in drei Formen geschehen:

1. Was tun und erleben wir, wenn wir lernen?
2. Was beschreiben wir mit dem Begriff Lernen ?
3. Verändern sich die Strukturen, in denen wir lernen?

Jedes Lebewesen hat die Fähigkeit zum Lernen. Lernen setzt keine besondere Intelligenz voraus. Auch eine Adaption an veränderte Umweltbedingungen durch ein anderes Verhalten ist Lernen. Lernen und Leben gehören zusammen.

Beim Menschen wird die Sache etwas komplizierter. Was wir unter Lernen verstehen, ist keine Konstante. Die wichtigste Entwicklung sind die Entstehung von Institutionen, die für Lernen zuständig sind, und die Definition von Zeiträumen, die dem Lernen vorbehalten sind. Lernen hat jedoch bereits vor der Institutionalisierung und Entwicklung von Lerninhalten stattgefunden. Es braucht weder Pädagogik noch Didaktik.

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Forschung und Transfer

Linda Müller und Dr. Matthias Kohl

AUSBILDEN FÜR DAS ARBEITEN AN HOCHVOLT­FAHRZEUGEN

Werkstattnah und handlungsorientiert

Politik und Automobilindustrie setzen zunehmend auf Fahrzeuge, die von Elektromotoren angetrieben werden. Für Beschäftigte der Automobilbranche ergeben sich nicht zuletzt durch die potenzielle elektrische Gefährdungssituation am Fahrzeug neue Qualifikationsanforderungen. Neben berufserfahrenen Fachkräften werden daher bereits Nachwuchsfachkräfte in der Ausbildung auf den Umgang mit Hochvoltfahrzeugen (HV-Fahrzeugen) vorbereitet.

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Anja Stuhlmüller

EQUALITY

Strategien zur Förderung der Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Von einer Gleichbehandlung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt kann in Deutschland nach wie vor nicht die Rede sein. Frauen sind obwohl es eine Vielzahl hochqualifizierter Anwärterinnen gäbe in Führungspositionen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Gefragt sind Strategien, die ihre Entwicklung gezielt fördern.

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Jana Hoffmann und Atanaska Tatarlieva

RATSUCHENDE IN DER ANERKENNUNGSBERATUNG

Erreicht das Anerkennungsgesetz mit seinen begleitenden Beratungsstrukturen die Zielgruppen?

Am 1. April 2012 trat das "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen" des Bundes, kurz Anerkennungsgesetz, in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern, indem ihre Chancen auf eine abschlussadäquate Beschäftigung erhöht werden

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Position

Ina Esselmann

DIE RICHTIGEN PRIORITÄTEN SETZEN 

Ergebnisse und Erkenntnisse des IW-Bildungsmonitors 2014

Der Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) beschreibt seit 2004 zum elften Mal, in welchen Handlungsfeldern der Bildungspolitik Fortschritte erzielt wurden respektive weitere Handlungs­notwendigkeiten bestehen.

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Christian Eckhardt und Thorsten Hackspiel

BILDUNGSANBIETER IM FOKUS VON INVESTOREN

Der Bildungsmarkt in Deutschland verändert sich rasant. War der Bildungsauftrag in der Bundesrepublik in der Vergangenheit vorwiegend Staatsaufgabe, tummeln sich zunehmend private Bildungsträger und E-Learning-Anbieter am Markt. Bildung rückt auch in den Fokus von Finanzinvestoren.

Das Interesse von Finanzinvestoren beruht auf einer deutlichen Veränderung des Bildungsmarktes und einer starken Zunahme der Nachfrage nach Bildungsangeboten. Aufgrund der positiven Wachstumsaussichten steigt die Attraktivität des Marktes für potentielle Investoren. So steht die Bildungsbranche mittlerweile sowohl bei vielen strategischen Investoren als auch bei Finanzinvestoren auf der Agenda.

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Bildung International

Uschi Backes-Gellner und Christian Rupietta

DUALE BERUFSAUSBILDUNG UND INNOVATION

Bislang wurde vor allem die Bedeutung der akademischen Bildung für Innovationen hervorgehoben. Neue Studien zeigen aber, dass auch ­duale Berufsausbildung einen positiven Einfluss auf Innovationen in Betrieben ausübt. Qualifizierte Facharbeiter stellen im Innovationsprozess eine wichtige Brücke zwischen F&E und Produktion dar, und die Ausbildung transferiert innovationsrelevantes Know-how in ausbildende Betriebe.

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Tutorium Praxis

Christian Brand

FÄHIGKEITEN SIND ERSETZBAR

PERSÖNLICHKEIT NICHT

 

Der Fachkräftemangel ist (auch) ein Verteilungsproblem

Um künftigen Engpässen bei Fachkräften zu begegnen, ist es wichtig, die richtigen Leute in die passenden Jobs zu holen und dort zu halten. Ein Mittel dafür ist die bessere Verteilung von Bewerbern auf genau die Arbeitgeber, zu denen sie nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gut passen. Eine Herkulesaufgabe für den deutschen Arbeitsmarkt? 

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Foad Forghani

GDL VERSUS BAHN EINE ANALYSE AUS DER VERHANDLUNGSSICHT

 

Seit Monaten kämpfen die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Deutschen ­Lokomotivführer (GDL) um ihre Interessen Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber. Und seither berichten die Medien über dieses besondere Tauziehen. Was aber macht
die Auseinandersetzung zwischen der Bahn und der GDL so besonders? Und warum finden die Verhandlungspartner keine zufriedenstellende Lösung?

 

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Recht und Berufsberatung

Berufliche Bildung im Web

OPENSAP

Offene Online­Kurse für Interessierte

https://open.sap.com/

Während sich viele Unternehmen noch fragen, was Massive Open Online Courses (MOOCs) bedeuten und ob diese Entwicklung auch für ihr Geschäft relevant ist, hat die SAP die Gelegenheit gleich ergriffen. Bereits im Mai 2013 startete sie in Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam ihren ersten MOOC "Introduction to Software Development on SAP HANA". Über 80.000 Teilnehmer haben sich bis heute für diesen Kurs angemeldet. MOOCs, das sind auch auf openSAP offene Kurse, die komplett online stattfinden. Sie dauern in der Regel fünf bis sieben Wochen und umfassen kurze Videobausteine, Selbsttests, Diskussionsforen sowie weitere Lernmaterialien. Wer die wöchentlichen Aufgaben bearbeitet und den Abschlusstest besteht, erhält ein "record of achievement". Die Kurse werden in englischer Sprache durchgeführt. Inzwischen hat ein gutes Dutzend Kurse stattgefunden. Sie richten sich an Experten, Studierende und Interessierte, die sich über IT-Innovationen und -Entwicklungen im Umfeld der SAP-Produkte und -Dienstleistungen informieren wollen. Obwohl die Teilnehmer zwischen vier und sechs Stunden in der Woche investieren müssen, haben sich inzwischen mehr als 125.000 Nutzer auf der Plattform registriert. Für SAP ein Erfolg, der auch durch die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Teilnehmerbefragung bestätigt wurde – sowie durch die Auszeichnung mit dem Brandon Hall Award 2014 in der Kategorie "Best Extended Enterprise Learning ­Program".

Die Bertelsmann Stiftung bloggt


http://blog.aus-und-weiterbildung.eu

Ganz unprätentiös „Aus- und Weiterbildung“ heißt das Blog, auf dem seit 2013 Fachkräfte der Bertelsmann Stiftung und externe Experten diskutieren. In der Vorstellung des Blogs wird u. a. festgehalten: „Junge Menschen müssen erfolgreicher und früher in den Arbeitsmarkt integriert werden, deswegen fordern wir ein Recht auf Ausbildung und mehr Flexibilität im Ausbildungssystem. Erwachsene müssen länger als heute am Erwerbsleben teilhaben. In der Weiterbildung braucht es daher mehr Angebote und eine bessere Beratung insbesondere für Geringqualifizierte sowie eine Anerkennung auch informell erworbener Kompetenzen.“ Um die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen dreht sich z. B. auch das Blogstöckchen zum Thema #DuKannstWas, das im November gestartet wurde. Blogstöckchen sind so etwas wie Kettenbriefe im Netz, bei denen Blogger andere Blogger einladen, sich mit einem Beitrag an der Diskussion eines Themas zu beteiligen. Bertelsmann-Autorin Julia Behrens nennt ihren Initialinput „Kompe­tenzanerkennungskompetenz“, und um ihn zu erläutern, springt sie in das Jahr 2020. Wir können lesen, wie Alexander mit Hilfe eines Jobcenter-Beraters sein Recht auf Kompetenzanerkennung wahrnimmt. Erfolgreich. Inzwischen haben weitere Autoren, unter anderem der Schreiber dieser Zeilen, das Blogstöckchen #DuKannstWas aufgenommen.

George Bersin: Experte, Analyst, Berater

http://home.bersin.com/

Wer sich über Entwicklungen an der Schnittstelle von HR und IT, über Performance-, Talent-Management- oder Learning-Management-Systeme, über Märkte, Anbieter, Produkte, Zahlen oder Trends informieren will, ist auf eine Handvoll Experten angewiesen. Zu ihnen gehören Josh Bersin und sein Team von Beratern und Analysten. Seit vielen Jahren liefern sie ihren weltweiten Kunden Studien und Expertisen und bieten Zugriff auf umfangreiche Datenbanken, natürlich kostenpflichtig. Die Schaubilder, mit denen sie Themen strukturieren, Zusammenhänge abbilden oder Entwicklungslinien nachzeichnen, sind unverzichtbare Orientierungshilfen. Dabei können wir davon profitieren, dass auch renommierte Experten wie Josh Bersin die ­Fachöffentlichkeit und ihre Medien suchen, um sich, ihre Studien und Ergebnisse zu präsentieren. Die Konsequenz: Man kann kostenfrei Newsletter von Bersin by Deloitte mit ­Verweisen auf Fachartikel abonnieren, man kann sich mit Hilfe exzellenter ­Präsentationen informieren oder an einem der kostenfreien Webinare teilnehmen, die Josh Bersin und sein Team regelmäßig veranstalten. Als Kostprobe ist der ­Artikel „HR Technology in 2015: Ten Big Disruptions Ahead“ zu empfehlen, der nach einer kurzen Registrierung zur Lektüre offensteht (http://marketing.bersin.com/ten-disruptions-to-hr-echnology-in-2015.html).

Adidas Group: "The Future of Learning has started"

http://www.adidas-group.com/de/unternehmen/stories/smarten-people/


Als es im Mai 2012 auf dem adidas-Group-Blog hieß, „Help us find the new way of working and learning“, berichteten wir an dieser Stelle darüber (7/8, 2012). Danach wurde es ruhig auf den Seiten von adidas. Im Juli 2014 war es dann soweit: Der adidas Group Learning Campus startete offiziell mit einer „Global Week of Learning“. Zur neuen „Corporate University“ gehören u. a. der Learning Campus Online, der allen Mitarbeitern Zugriff auf verschiedene Lernmöglichkeiten wie YouTube-Videos, TED Talks, Workshops oder offene Onlinekurse bietet, aber auch virtuelle Räume zum Informationsaustausch. Zum neuen Learning Campus gehören weiterhin „The Shed“ in Herzogenaurach, ein offener, futuristisch gestalteter Platz für Meetings, Seminare, Diskussionen und Gespräche, ferner Media Labs und Koffer mit Lernmedien, so genannte „Learning Pop-Up Kits“. Im Rahmen der Eröffnung wurde noch einmal herausgestellt, wofür der neue Learning Campus steht:

- Lernen wird ganzheitlich betrachtet: Innovation – Lernen – Wissenserhalt und/-transfer.
- Lernen wird ein integraler Teil der Arbeit.
- Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, immer und überall zu lernen.
- Lernen wird „demokratisiert“: gleiche Voraussetzungen für alle.
- Jeder ist Schüler und Lehrer zugleich.

Man darf auf weitere Nachrichten von der „Future of Learning“ gespannt sein.

Literatur

Der McDonald’s Ausbildungsflash 2014

DUALE AUSBILDUNG: GUTES IMAGE, SCHLECHTE QUOTE

Im Vorwort der vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführten Repräsentativbefragung
der deutschen Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung der 15 bis 24-Jährigen verdeutlicht der Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann Anlage und Ergebnisse:

Vor allem die heute 15 bis 24 Jahre alten Männer und Frauen äußern sich zu ihren Berufsvorstellungen und -erwartungen und berichten von ihren Schwierigkeiten beim Berufseintritt. Ein Jahr nach der umfassenden ersten Ausbildungsstudie im Auftrag von McDonald s liegt hier eine Nachbefragung vor. Sie enthält für alle Akteure im beruflichen Ausbildungsbereich eine ermutigende und eine irritierende Botschaft:

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Severing, Eckart/Weiß, Reinhold (Hrsg.) (2014)

INDIVIDUELLE FÖRDERUNG IN HETEROGENEN GRUPPEN IN DER BERUFSAUSBILDUNG

Der Tagungsband in der Reihe der Berichte zur Beruflichen Bildung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) enthält Beiträge einer gleichnamigen Veranstaltung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN). Im Mittelpunkt der Tagung stehen Konzepte, mit denen die Lern- und Integrationsprozesse in heterogenen Lerngruppen sowohl in Betrieben als auch in Berufsschulen besser gestaltet werden können. Hierbei wird auf die in den letzten Jahren zunehmende Problematik der Diversität von Auszubildenden Bezug genommen, die einerseits eine individuelle Förderung und gleichzeitig die Anforderungen an das Ausbildungspersonal erschweren. Im Vorwort werden mögliche Gründe für den Mangel an Strategien, mit dieser Herausforderung umzugehen, genannt.

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Hurrelmann, Klaus/Albrecht, Erik (2014)

DIE HEIMLICHEN REVOLUTIONÄRE -
WIE DIE GENERATION Y UNSERE WELT VERÄNDERT

 

Jugendstudien haben in Deutschland eine lange und überdies wissenschaftlich fundierte Tradition. Vor allem die leider seit einigen Jahren nicht mehr aufgelegten Studien der Shell-Stiftung boten regelmäßig Einblicke in die Seelenlage junger Leute. Dabei ging und geht es um Einstellungen, Wertemuster, Ängste, Hoffnungen und Träume. Neben der Erkundung des jeweiligen "Ichs" einer ganzen Nachwuchsgeneration sind auch Projektionen von Bedeutung, die die Haltung "der Jugend" zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und ehrenamtlichem Engagement abfragen.

Der bekannte Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann hat sich mit Unterstützung des Journalisten Erik Albrecht darangemacht, die bereits vorliegenden Erkenntnisse der Forschung zur heutigen "Generation Y" zusammenzustellen und aufzuarbeiten. Das machen allerdings auch andere. Das Verdienst des hier zu besprechenden Buches ist es, die Ordnungsstruktur der Jugendstudien über die gesamte Nachkriegszeit hinweg zu verdeutlichen. Schlagworte wie die "68er", die "Babyboomer", die "Null-Bock(er)" und die "Generation X" fügen sich zum "Y" (für "Why?") in einen griffigen, informativen und nicht zuletzt unterhaltsamen Kontext.

Während bei vielen (älteren) Jugendforschern eher Distanz zur untersuchten Gruppe, gepaart mit Sorge um ein ausreichendes Engagement für das Gemeinwohl, festzustellen ist, packen die Autoren das Thema eher locker bis humorvoll an. Sie erliegen damit nicht dem Dali schen Dilemma. Danach besteht das größte Übel der heutigen Jugend darin, dass man nicht mehr dazugehört. Mit dieser Einstellung kamen wie kommen häufig Offenheit, Toleranz und unbefangene Neugier der (­älteren) Forscher zu den Selbsteinschätzungen und Selbstperspektiven des Nachwuchses zu kurz.

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