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W&B gehört seit 1948 zu den renommiertesten Fachzeitschriften der Beruflichen Bildung!

W&B - Wirtschaft und Beruf

Charlotte B. Venema: Meine Meinung

MACHT PARADOX

Über Macht redet man nicht, man hat sie oder auch nicht. Machtstrukturen sind die konstanteste Konstante jeder menschlichen Gesellschaft und jedes Unternehmens. Macht ist in der Regel kein Thema, über das in der Wirtschaft offen gesprochen wird. Nun gut, gelegentlich wird jemand mehr oder weniger überraschend "abgesägt" oder "einen Kopf kürzer gemacht", oder er tritt aus rein privaten Gründen von seinem Posten zurück. Die privaten Gründe stehen dabei als Synonym für "wir möchten nicht darüber reden", was jeder sofort versteht, denn: siehe oben. Das klärt aber nur die Frage, wer aktuell die Macht hat. Es beantwortet nicht, wie Macht verteilt, ausgeübt und kontrolliert wird. Und auch nicht, was Macht eigentlich ist.

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Thema: Qualität in der Berufsausbildung

Auch im deutschsprachigen Raum hat sich, trotz der traditionell dichten Infrastruktur und Güte des Systems, eine Debatte um die Qualität beruflicher Bildung entwickelt. Interessante Erkenntnisse auf der Schnittstelle von Berufsbildungsforschung und Praxis zeigt ein breit angelegtes Modellversuchsprogramm "Qualitätsentwicklung
und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung" von BMBF und BIBB, das von November 2011 bis November 2013 durchgeführt wurde.

Um die Ergebnisse und Erkenntnisse des Programms durch jemanden zu spiegeln, der dort intensiv und wirtschaftsnah mitgearbeitet hat, haben wir unseren Redaktionspartner, das Forschungsinstitut für betriebliche Praxis (f-bb) gewonnen, den Themenschwerpunkt dieses Heftes zu gestalten. Wir bedanken uns besonders beim f-bb, weil wir so einen hervorragenden Einblick in die Materie bieten können. Im Ergebnis werden zahlreiche der insgesamt 10 Modellversuche gespiegelt, bei denen vor allem die Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen zur Optimierung der Ausbildungspraxis von kleinen und mittleren Unternehmen im Vordergrund stand. Dem Schwerpunkt vorangestellt haben wir diesmal statt eines einzelnen Interviews vier Statements, mit denen Fragen und Herausforderungen der Qualitätsentwicklung aus verschiedenen Perspektiven der Forschung, aber auch aus dem Blickwinkel eines großen Unternehmens und der Gewerkschaften beleuchtet werden.

Ihre Redaktion W&B

Statement

QUALITÄT ERFORDERT AUCH ZUGÄNGLICHKEIT
Prof. Dr. Eckart ­Severing, f-bb
 
 
VERANTWORTUNG UND PERSÖNLICHKEIT
Oliver Stoisiek, Deutsche Bank
 
 
ERFOLGSKRITISCH: QUALITÄT DER BESCHULUNG
Prof. Dr. Reinhold Weiß, BIBB
 
 
 

Im Interview: Barbara Hemkes

AUSBILDUNGSQUALITÄT:

ENTWICKLUNGSLINIEN, HERAUSFORDERUNGEN UND LÖSUNGSANSÄTZE

 

Spätestens die Novellierung des BBiG im Jahre 2005 und die Auseinandersetzung über einen Europäischen und Deutschen Qualifikationsrahmen (EQR bzw. DQR) sowie über das Europäische Leistungspunktesystem in der Berufsbildung (ECVET) betonen die Aufgabe von Bund, Ländern, Kammern, Verbänden, Sozialpartnern und ausbildenden Betrieben, auf eine stetige Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung hinzuwirken. Seitdem hat sich viel getan: Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung waren von November 2010 bis November 2013 Thema eines Modellversuchsprogramms. In unterschiedlichen Berufsfeldern und Branchen unterstützten zehn Modellversuche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen zur Optimierung ihrer Ausbildungspraxis. Die Beiträge im Themenschwerpunkt in diesem Heft geben einen Einblick in die Ergebnisse.

Im Interview erklärt Barbara Hemkes, Leiterin des Arbeitsbereichs Qualität, Nachhaltigkeit, Durchlässigkeit im BIBB, warum das Thema Ausbildungsqualität derzeit auf der bildungspolitischen Agenda steht.

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Cartoon

Claudia Gaylor und Matthias Kohl

AUSBILDUNGSQUALITÄT IN INDIVIDUELLEN UND SOZIALEN PROZESSEN

Ausbildungsqualität unterscheidet sich von Leistungen, die in der betriebswirtschaftlichen Produktion erbracht werden: Während Prozess- und Produktqualität anhand von festgelegten Kriterien beobachtet bzw. gemessen und optimiert werden kannkönnen, ist Lernen in der Ausbildung ein individueller und sozialer Prozess. Für die Verbesserung von Ausbildungsqualität erwachsen daraus veränderte Anforderungen.

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Claudia Klemm

QUALITÄT IN DER AUSBILDUNGSBERATUNG

Ein lösungsorientiertes Analyseverfahren für die Ausbildungsberatung

 

Mit den zunehmenden Herausforderungen an das Handwerk steigen auch die Anforderungen an Ausbildungsberater / innen in den Kammern. Sie müssen Betriebe dabei unterstützen, mit dem verschärften Wettbewerb um Schulabgänger, den höheren technologischen Anforderungen und den wachsenden Qualitätsanforderungen an Ausbildung umzugehen. Ausbildende Betriebe benötigen Impulse und einfach anzuwendende Werkzeuge, die sie in ihrem Ausbildungsalltag schnell und unkompliziert einsetzen können.

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Prof. Dr. Karin Büchter

AUSBILDUNGSQUALITÄT IM HANDWERK

Instrumente zur Verbesserung der Prozessqualität am Beispiel des Modellversuchs ML-QuES

Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht der Modellversuch "Qualitätsentwicklung und -sicherung im Ausbildungsprozess bei kleinen und mittleren Unternehmen des Maler- und Lackiererhandwerks in Hamburg" (ML-QuES), in dessen Rahmen Instrumente zur Verbesserung der Ausbildungsqualität entwickelt wurden.

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Prof. Dr. Martin Fischer und Magdalena Ziegler

EIN RAHMENKONZEPT ZUR ERFASSUNG UND ENTWICKLUNG VON AUSBILDUNGSQUALITÄT

Der Beitrag stellt ein Rahmenkonzept zur Erfassung und Entwicklung von Ausbildungsqualität vor. Im Fokus stehen die Dimensionen von Qualität entlang des Ausbildungsprozesses (Input-, Prozess-, Output- und Outcome-Qualität) kombiniert mit Ebenen der Qualitätsentwicklung (Mikro-, Meso-, Makro-Ebene H). Wie die Ausbildungsqualität von der Makro-Ebene in die Lehr- / Lernprozesse transportiert werden kann, zeigt das Beispiel der Ausbilderqualifikation.

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Dr. O. Döring, Dr. M. Möllers und Prof. N. Schöpf

QUALITÄTSSICHERUNG DURCH KOMPETENZMESSUNG

Technologiebasierte Kompetenzerfassung am Beispiel der Altenpflege

Das Ziel der beruflichen Ausbildung ist die Vermittlung einer für die Arbeitswelt ­verwertbaren Handlungskompetenz. Inwieweit dieses Ziel erreicht wird, ist ein wichtiger Indikator der Qualität von Bildungsprozessen. Mithin rücken Bestrebungen um eine standardisierte Messung beruflicher Handlungskompetenz in den Fokus der Berufsbildungsforschung. Das Projekt TEMA macht dies anschaulich.

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W&B Aktuell

POLITIKBERATUNG DURCH (BERUFS-) BILDUNGSFORSCHUNG

von Dirk Werner und Dr. Michael Zibrowius

Berufsbildungsforschung muss vor allem relevant und evidenzbasiert sein, wenn sie effektive Politik­beratung leisten soll. Sie kann große Potenziale entfalten und das Bildungssystem gewinnbringend mitgestalten, wenn Politik die institutionellen Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet.

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Forschung und Transfer

Qualität in der Berufsausbildung

Position

Karlheinz Pape

WISSENSTRANSFER EINMAL ANDERS

Wer

Wer etwas mitzuteilen hat, organisiert eine Tagung, auf der viele Menschen einem oder mehreren Rednern zuhören. Es geht aber auch ganz anders. Wie wäre es, wenn man allen Teilnehmern die Gelegenheit gibt, ihr Wissen mit anderen zu teilen?


Gespannt, aber mutig starteten drei eher für klassische Konferenzformate bekannte Organisationen die gemeinsame Trägerschaft einer neuen Un-Konferenz, des WissensTransferCamps http: / / wissenstransfercamp.mixxt.de / . Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU, der Arbeitgeberverband HESSENMETALL und die Technische Hochschule Mittelhessen THM riefen das erste WissensTransferCamp am 7. und 8. März 2014 ins Leben. 79 "Teilgeber" aus rund 30 verschiedenen Unternehmen und Hochschulen kamen zum WITRAC14. Auf etwa 80 hatten die Veranstalter für dieses erste WITRAC auch gehofft.

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Katharina Maehrlein

DEN TÄGLICHEN DRUCK MIT RESILIENZ MEISTERN

Seelische Leiden sind der Grund Nummer eins für Frühverrentung und kosten Unternehmen jedes Jahr Milliarden Euro. Stress ist in aller Munde, und die freizeitorientierte Schonhaltung greift rapide um sich. Eine herausragende Strategie zur Lösung des Problems: Nutzen Sie die Fähigkeit zur Resilienz.

Resilienz so heißt die seelische Kraft, die Menschen dazu befähigt, Niederlagen, Unglücken und Schicksalsschlägen besser und schneller standzuhalten. Seit Anfang der Neunzigerjahre macht das Thema in der Verhaltensforschung Furore. Das Wort, vom lateinischen resilire (abprallen, zurückspringen) abgeleitet, kommt aus der Physik und bezeichnet in der Materialforschung hochelastische Werkstoffe, die nach jeder Verformung wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Die Verhaltensforscher haben den Begriff schließlich auf den Menschen übertragen: Resilient ist, wer die emotionale Stärke aufbringt, sich von Stress, Krisen und Schicksalsschlägen nicht brechen zu lassen, sondern das Beste aus jedem Unglück zu machen, daraus zu lernen und gerade durch die Leiderfahrung über sich selbst hinauszuwachsen.

 

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Tutorium Praxis

Jakob Huber und Dr. Harry Neß

DAS HESSISCHE KMU.KOMPETENZBUCH-PROJEKT (TEIL 3) 

Für eine vorausschauende Personalentwicklung ist eine Kompetenzanalyse und -entwicklung der Mitarbeitenden unverzichtbar. Das hessische Projekt KMU.Kompetenzbuch, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) und dem Europäischen Sozialfonds, hat nach der Entwicklung des Tools im Jahr 2010 mittlerweile einige Praxiserfahrung gewonnen. In den vorausgegangen Artikeln haben wir betriebliche Anwendungen und Good-Practice-Erfahrungen des Projektes vorgestellt. Dieser abschließende dritte Artikel stellt ein weiteres Praxisbeispiel vor, geht auf die Neuerungen der e-Version ein und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Projekts.

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Recht und Berufsberatung

Dr. Tim Brüggemann

PROFESSIONALITÄT AM ÜBERGANG SCHULE-BERUF

Die Relevanz der Bildungs-passage Schule-Beruf ist seit Jahren virulent. Die Zahl der Unterstützungsangebote zur Berufsorientierung steigt ra-sant, und somit auch die Zahl der Personen, die in diesem Handlungsfeld tätig sind. Was fehlt, ist eine fundierte (Weiter-)Qualifizierung in die-sem Themenfeld.

Die Berufsorientierung entwickelt sich aus diversen Gründen zunehmend zu einem bedeutenden Handlungsfeld von Kreisen, Kommunen sowie Schulen und Betrieben. Angesichts der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland bundesweit erforderlich sein, bis 2016 die Erwerbsbeteiligung der 25- und 26-Jährigen von rund 57 % auf künftig 80 % zu steigern, wenn das Ausscheiden älterer Erwerbstätiger kompensiert werden soll.

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Berufliche Bildung im Web

Jochen Robes

MASSIVE OPEN ONLINE COURSES (MOOCS):
ZUM STAND DER DINGE

Spätestens als Sebastian Thrun und Peter Norvig im Herbst 2011 eine Stanford-Veranstaltung über Künstliche Intelligenz als Online-Kurs anboten und sich in kurzer Zeit 160.000 Teilnehmer anmeldeten, war die Bildungs-Community wachgerüttelt. Fast über Nacht entstand eine Agenda, auf der zu lesen war von der Demokratisierung der Bildung , vom "Ende der Hochschulen" (wie wir sie kennen) bzw. der freien Hochschulbildung und vielen anderen Punkten mehr. Im Folgenden werden vier Entwicklungen vorgestellt, die den aktuellen Stand der Diskussion aus verschiedenen Perspektiven widerspiegeln.

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Schon gewusst?

FUNKTIONALE BALANCE ZWISCHEN BERUFLICHER UND AKADEMISCHER BILDUNG

Der Wissenschaftsrat, das Beratergremium von Bund und Ländern in der Hochschulentwicklung, hat sich vor kurzem erstmals intensiv mit dem Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung befasst. Für die zukünftige Versorgung der Gesellschaft mit Fachkräften erachtet der Wissenschaftsrat eine funktionale Balance und stärkere Verzahnung zwischen beiden Qualifizierungswegen als unverzichtbar. Wir drucken die bemerkenswerten Empfehlungen in kurzen Auszügen hier ab.

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Literatur

Bylinski, Ursula (2014)

GESTALTUNG INDIVIDUELLER WEGE IN DEN BERUF

Der Band aus der bekannten Reihe der Berichte zur Beruflichen Bildung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) spiegelt die Ergebnisse einer qualitativen Studie wider. Untersuchungsgegenstand ist die Professsionalität der pädagogischen Fachkräfte, die am Übergang Schule-Beruf tätig sind. Leider macht erst der Untertitel deutlich, dass es hierbei um die Herausforderung geht, vor die Lehrkräfte von allgemeinbildenden wie beruflichen Schulen, sozialpädagogische Fachkräfte und Ausbilder / innen gestellt sind: Die individuelle Begleitung und (Lern-)Unterstützung junger Menschen.

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Melanie Adacker, Dr. Ottmar Döring, Natascha Knoll

QUALIFIZIERUNG IM ZUGE DES ANERKENNUNGSGESETZTES

 

Die Publikation aus der Reihe "Leitfaden für die Bildungspraxis" ist praxisnah gestaltet und richtet sich an Bildungsdienstleister, die ihr Angebot um Qualifizierungen im Kontext des Anerkennungsgesetzes ausbauen oder den veränderten Rahmenbedingungen anpassen möchten. Beispiele guter Praxis veranschaulichen, wie entsprechende Qualifizierungen geplant, konzipiert, umgesetzt, evaluiert und beworben werden können.

Den Hintergrund für Anpassungsmaßnahmen bildet das Anerkennungsgesetz des Bundes, das zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Es erleichtert Personen mit ausländischem Berufsabschluss die Anerkennung ihrer Qualifikationen und verbessert dadurch ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Unabhängig von der Staatsangehörigkeit hat nun jede Person mit ausländischem Berufsabschluss das Recht auf ein Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren, in dem die vorliegenden Qualifikationen mit einem deutschen Referenzberuf verglichen werden. Bezugspunkt für die Gleichwertigkeitsfeststellungsprüfung ist bei Berufen gemäß Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung immer die aktuelle deutsche Ausbildungsordnung des jeweiligen Referenzberufs.

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Bildung International