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Future Tracks

Thema "Industrie 4.0"

FUTURE TRACKS ARBEITEN IN DER FABRIK 4.0

 

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Was im Alltag jedes einzelnen bereits seit längerem zu bemerken ist, vollzieht sich in Wirtschaftsprozessen schon weitaus radikaler. Industrie 4.0 steht als Schlagwort für eine umfassende und intelligente Digitalisierung mit grundlegenden Elementen, die in der Verknüpfung und konkreten Ausformung dem Mitarbeiter wie auch der Führungskraft neue Aufgaben zuweisen. Das Institut für Arbeit und Personalmanagement des Volkswagen Konzerns hat hierzu im April 2015 eine Expertenkonferenz durchgeführt, um Eckwerte eines personalpolitischen Handlungsrahmens für die Herausforderungen der Fabrik 4.0 zu entwickeln und zentrale Handlungsfelder zu beleuchten.
Das Ergebnis liegt nunmehr seit Oktober 2015 als Tagungsbericht vor. Wir danken dem Institut und den beteiligten Experten, dass wir in der W&B einige zentrale Vorträge im folgenden Block zum Schwerpunktthema zeitnah nachdrucken können und damit dazu beitragen, den Verbreitungsgrad des Berichts zu erweitern.
Zu den hochkarätigen Referenten aus dem In- und Ausland gehörten u.a. der Leiter des Fraunhofer IAO, Prof. Dr. Wilhelm Bauer, der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Hubert Friedrich Esser, der Industriesoziologe Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen und der Prodekan und Professor für Technik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, Dr. Lars Windelband.
In der Abfolge der Themen und ihrer Herausforderungen wird deutlich, dass Industrie 4.0 nicht nur durch technische Entwicklungen bestimmt ist, sondern arbeitspolitisch gestaltet werden sollte. Innovative Zukunftskonzepte werden danach vor allem im Bereich der Ergonomie, bei der entscheidungs- und qualifikationsfördernden Arbeitsorganisation sowie im Bereich der Qualifizierung benötigt, wie der ­seinerzeitige Personalvorstand der Volkswagen AG, Dr. Horst Neumann, in seinem Summary betonte.
Dabei mag dahinstehen, ob die intelligente Fabrik der Zukunft tatsächlich keine Planungs- und Steuerungsebenen mehr kennt, wie dies die F.A.Z in ihrem Bericht vom 16.11.2015 unter dem Titel Dirigenten leiten die Fabrik der Zukunft zukunftsfreudig beschrieben hat. In einem solchen Fall sehen die Experten den Mitarbeiter und Leitenden an zentraler Stelle der betrieblichen Aufgaben, ob als Problemlöser, Entscheider oder Innovator. Mitarbeiter müssen allerdings multifunktional und vielseitig einsetzbar sein. Dazu gehöre an zentraler Stelle die stärke horizontale Vernetzung, fordert etwa Janina Kugel, Personalvorstand der Siemens AG, in einem Interview mit der F.A.Z., ebenfalls vom November 2015.
Unsere ausgewählten vier Beiträge aus der Tagungsdokumentation des VW-Instituts für Arbeit- und Personalmanagement zeigen die Veränderung der grundlegenden Parameter von Arbeit und Führung auf. Sie beleuchten den Technologieschub mit seinen Konsequenzen, beschreiben Eckwerte der Arbeitsorganisation, definieren Vorgaben an Qualifikationen plus Ausbildungsgestaltung und zeigen auf, wie das duale Berufsbildungssystem hierfür berufliche Handlungsfähigkeit im Sinne langfristiger Beschäftigungsfähigkeit vermitteln kann.


Redaktion

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