Literatur

BERTELSMANN STIFTUNG (HRSG., 2015)

 KOMPETENZEN ANERKENNEN
WAS DEUTSCHLAND VON ANDEREN STAATEN LERNEN KANN

 

Wie anerkennen und nutzen europäische Länder informelles und non-formales Lernen? In Deutschland wird beruflich relevantes Erfahrungswissen kaum erfasst erfasst und sichtbar gemacht. Menschen lernen jedoch auch informell in Beruf und Freizeit sowie non-formal in der Weiterbildung also kontinuierlich und über formale Bildungseinrichtungen hinaus. Diese Kompetenzen können für die berufliche Handlungsfähigkeit in vielen Fällen bedeutender sein als formell zertifiziertes Wissen und Können. Ein Anerkennungssystem könnte besonders formal Geringqualifizierten und Zuwanderern helfen, aber auch anderen Erwerbstätigen sowie den Unternehmen, wenn es darum geht, alle berufsrelevanten Kompetenzen besser verwertbar zu machen.

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Blötz, Ulrich (Hrsg., 2015)

PLANSPIELE UND SERIOUS GAMES IN DER BERUFLICHEN BILDUNG

 

Die Multimediapublikation in der Reihe der Berichte zur Beruflichen Bildung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) thematisiert die Anwendung von Simulation und Lernspielen für das berufliche Lernen. Angesprochen werden Trainer / -innen und Lehrkräfte, aber auch Personal-, Organisations- und Unternehmensverantwortliche, die nach Transparenz im vielfältigen, aber oft unübersichtlichen Angebot an Planspielen und Serious Games für die berufliche Bildung suchen.
Die Publikation besteht aus einem Buch, einer DVD und einer Internet-Website. Der komplexe Bereich der Lernspiele von derzeit ca. 600 verschiedenen Spielangeboten wurde hier klassifiziert und katalogisiert. Im Rahmen des BIBB Forschungsprojektes "Entwicklung planspielgestützter Lernarrangements in der kaufmännischen Aufstiegsförderung" entstanden Erfahrungsbeiträge, die den Katalog ergänzen.

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Der McDonald’s Ausbildungsflash 2014

DUALE AUSBILDUNG: GUTES IMAGE, SCHLECHTE QUOTE

Im Vorwort der vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführten Repräsentativbefragung
der deutschen Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung der 15 bis 24-Jährigen verdeutlicht der Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann Anlage und Ergebnisse:

Vor allem die heute 15 bis 24 Jahre alten Männer und Frauen äußern sich zu ihren Berufsvorstellungen und -erwartungen und berichten von ihren Schwierigkeiten beim Berufseintritt. Ein Jahr nach der umfassenden ersten Ausbildungsstudie im Auftrag von McDonald s liegt hier eine Nachbefragung vor. Sie enthält für alle Akteure im beruflichen Ausbildungsbereich eine ermutigende und eine irritierende Botschaft:

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Severing, Eckart/Weiß, Reinhold (Hrsg.) (2014)

INDIVIDUELLE FÖRDERUNG IN HETEROGENEN GRUPPEN IN DER BERUFSAUSBILDUNG

Der Tagungsband in der Reihe der Berichte zur Beruflichen Bildung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) enthält Beiträge einer gleichnamigen Veranstaltung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN). Im Mittelpunkt der Tagung stehen Konzepte, mit denen die Lern- und Integrationsprozesse in heterogenen Lerngruppen sowohl in Betrieben als auch in Berufsschulen besser gestaltet werden können. Hierbei wird auf die in den letzten Jahren zunehmende Problematik der Diversität von Auszubildenden Bezug genommen, die einerseits eine individuelle Förderung und gleichzeitig die Anforderungen an das Ausbildungspersonal erschweren. Im Vorwort werden mögliche Gründe für den Mangel an Strategien, mit dieser Herausforderung umzugehen, genannt.

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Hurrelmann, Klaus/Albrecht, Erik (2014)

DIE HEIMLICHEN REVOLUTIONÄRE -
WIE DIE GENERATION Y UNSERE WELT VERÄNDERT

 

Jugendstudien haben in Deutschland eine lange und überdies wissenschaftlich fundierte Tradition. Vor allem die leider seit einigen Jahren nicht mehr aufgelegten Studien der Shell-Stiftung boten regelmäßig Einblicke in die Seelenlage junger Leute. Dabei ging und geht es um Einstellungen, Wertemuster, Ängste, Hoffnungen und Träume. Neben der Erkundung des jeweiligen "Ichs" einer ganzen Nachwuchsgeneration sind auch Projektionen von Bedeutung, die die Haltung "der Jugend" zu Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und ehrenamtlichem Engagement abfragen.

Der bekannte Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann hat sich mit Unterstützung des Journalisten Erik Albrecht darangemacht, die bereits vorliegenden Erkenntnisse der Forschung zur heutigen "Generation Y" zusammenzustellen und aufzuarbeiten. Das machen allerdings auch andere. Das Verdienst des hier zu besprechenden Buches ist es, die Ordnungsstruktur der Jugendstudien über die gesamte Nachkriegszeit hinweg zu verdeutlichen. Schlagworte wie die "68er", die "Babyboomer", die "Null-Bock(er)" und die "Generation X" fügen sich zum "Y" (für "Why?") in einen griffigen, informativen und nicht zuletzt unterhaltsamen Kontext.

Während bei vielen (älteren) Jugendforschern eher Distanz zur untersuchten Gruppe, gepaart mit Sorge um ein ausreichendes Engagement für das Gemeinwohl, festzustellen ist, packen die Autoren das Thema eher locker bis humorvoll an. Sie erliegen damit nicht dem Dali schen Dilemma. Danach besteht das größte Übel der heutigen Jugend darin, dass man nicht mehr dazugehört. Mit dieser Einstellung kamen wie kommen häufig Offenheit, Toleranz und unbefangene Neugier der (­älteren) Forscher zu den Selbsteinschätzungen und Selbstperspektiven des Nachwuchses zu kurz.

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Riedl, Alfred/ Tenberg, Ralf (2013)

BERUFSPÄDAGOGISCHE PRAXIS IN WISSENSCHAFTLICHER REFLEXION

Jubiläumsband für Andreas Schelten

 

Das Werk Berufspädagogische Praxis in wissenschaftlicher Reflexion zeigt sich als überaus wertschätzende, persönliche und wissenschaftsorientierte Hommage an den Berufspädagogen Prof. Dr. Andreas Schelten.

Seine Emeritierung im Oktober 2013 nahmen Ralf Tenberg und Alfred Riedl, die beide bei Andreas Schelten promovierten und habilitierten, zum Anlass, die berufspädagogischen Fachbeiträge von zahlreichen Qualifikant(inn)en Andreas Scheltens in einem Band zusammenzuführen, um sein Leben, sein Werk, seine Einstellung zur Berufsbildungsforschung und die Reichweite seines Wirkens darzulegen. Kernidee ist darüber hinaus, eine Brücke zwischen Berufsbildungsforschung und Berufsbildungspraxis zu schlagen. Dies geschieht, indem die ehemaligen Doktorand(inn)en ein Portfolio an berufspädagogischen Forschungsbeiträgen vorstellen, deren Ursprung oftmals in ihren Qualifikationsarbeiten liegt und die durch ihr aktuelles Wirken in der Schulpraxis bzw. Bildungsverwaltung insbesondere in der Lage sind, den Wissenschaftspraxisbezug herzustellen.

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Claus, T.; Döring, O.; Freckmann, B.; Klingert, I.

LEITFADEN FÜR DIE BILDUNGSPRAXIS, BD. 59

Gender Management im Unternehmen
Bedarf, Implementierungsstrategien, Perspektiven

Der Leitfaden beschreibt Handlungsfelder und Umsetzungsmöglichkeiten des Gender Management an konkreten, in der Praxis erprobten Beispielen. Die Leser / innen erhalten eine konkrete Vorstellung davon, was Gender Management ist und wie die Geschlechterperspektive in betriebliche Prozesse integriert werden kann. Auf diese Weise sollen Unternehmen dazu angeregt werden, Methoden und Instrumente des Gender Management eigenständig anzuwenden. Der Leitfaden richtet sich in erster Linie an Geschäftsführer/innen, Personalverantwortliche und sonstige Fach- und Führungskräfte in KMU, aber auch an Gleichstellungsbeauftragte in Unternehmen und Organisationen, Netzwerke von Frauen für Frauen u. a. potentielle Interessierte.

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Bylinski, Ursula (2014)

GESTALTUNG INDIVIDUELLER WEGE IN DEN BERUF

Der Band aus der bekannten Reihe der Berichte zur Beruflichen Bildung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) spiegelt die Ergebnisse einer qualitativen Studie wider. Untersuchungsgegenstand ist die Professsionalität der pädagogischen Fachkräfte, die am Übergang Schule-Beruf tätig sind. Leider macht erst der Untertitel deutlich, dass es hierbei um die Herausforderung geht, vor die Lehrkräfte von allgemeinbildenden wie beruflichen Schulen, sozialpädagogische Fachkräfte und Ausbilder / innen gestellt sind: Die individuelle Begleitung und (Lern-)Unterstützung junger Menschen.

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Melanie Adacker, Dr. Ottmar Döring, Natascha Knoll

QUALIFIZIERUNG IM ZUGE DES ANERKENNUNGSGESETZTES

 

Die Publikation aus der Reihe "Leitfaden für die Bildungspraxis" ist praxisnah gestaltet und richtet sich an Bildungsdienstleister, die ihr Angebot um Qualifizierungen im Kontext des Anerkennungsgesetzes ausbauen oder den veränderten Rahmenbedingungen anpassen möchten. Beispiele guter Praxis veranschaulichen, wie entsprechende Qualifizierungen geplant, konzipiert, umgesetzt, evaluiert und beworben werden können.

Den Hintergrund für Anpassungsmaßnahmen bildet das Anerkennungsgesetz des Bundes, das zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Es erleichtert Personen mit ausländischem Berufsabschluss die Anerkennung ihrer Qualifikationen und verbessert dadurch ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Unabhängig von der Staatsangehörigkeit hat nun jede Person mit ausländischem Berufsabschluss das Recht auf ein Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren, in dem die vorliegenden Qualifikationen mit einem deutschen Referenzberuf verglichen werden. Bezugspunkt für die Gleichwertigkeitsfeststellungsprüfung ist bei Berufen gemäß Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung immer die aktuelle deutsche Ausbildungsordnung des jeweiligen Referenzberufs.

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Thea Stäudel (2013)

AZUBIS ERFOLGREICH TRAINIEREN

 

Auszubildende sollen schnell und nach neuesten Erkenntnissen ausgebildet und in das Betriebsgeschehen integriert werden. Was jedoch sind neue Erkenntnisse?

Thea Stäudel untersuchte Handlungskompetenzen bei Auszubildenden des gewerblich-technischen Bereichs und konstatierte 2008 in ihrem Buch Handlungskompetenz für Auszubildende, Band 1 , dass Schlüsselkompetenzen wie Methoden- und Selbstkompetenz nicht im vom Ausbilder geforderten Maße vorhanden waren. Sie sind jedoch wichtig, um sich selbst kritisch einzuschätzen, das eigene gesundheitsbewusste Verhalten anzupassen und gesund durch den Arbeitsalltag zu gehen. Sozialkompetenz dagegen, wichtig für das Arbeiten im Team, schnitt besser ab.

Die Autorin legt nunmehr als Fortschreibung des ersten Bandes ein umfangreiches Trainingskonzept auf CD vor, um Methoden- und Selbstkompetenzen mit Auszubildenden zu trainieren. Das Konzept kann von unterschiedlichen Personen (betrieblichen Ausbildern, Personalentwicklern, Trainern, Auszubildenden usw.) genutzt werden und beinhaltet somit vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, welche vom Käufer zunächst durchdrungen werden müssen. Es ist also sinnvoll, nach Kauf der CD Zeit einzuplanen, um sich mit der Idee des Programms zu beschäftigen.

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Lutz Bellmann und Robert Helmrich (Hrsg, 2014)

UNTERNEHMERISCHE HERAUSFORDERUNGEN ZU BEGINN DES DEMOGRAFISCHEN EINBRUCHS

 

Der Titel des Buches macht, da in der (Forschungs-)Welt der beruflichen Bildung eher untypisch, neugierig. Der zweite Blick auf den Teaser der Rückseite enttäuscht dann ein wenig, ist er doch sehr im Jargon einschlägiger wissenschaftlicher Projektbeschreibungen gehalten: "Zwar kann aus wissenschaftlicher Sicht derzeit nicht von einer generellen gesamtwirtschlichen Fachkräftelücke gesprochen werden, wohl geben aber bereits die aktuellen Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen in bestimmten Berufen, Branchen und Regionen einen Vorgeschmack auf die zukünftig zu erwartenden Herausforderungen für die betriebliche Aus- und Weiterbildung."

Wer hier nicht aufgibt und das Buch zur Seite legt, wird belohnt. Schon das Vorwort ist mit drei präzisen Eingangsfragen erfrischend klar und deutlich: "Wie rekrutieren Betriebe ihre Fachkräfte? Welche langfristigen Strategien nutzen sie? Und gibt es heute schon Reaktionen der Betriebe auf drohenden Fachkräftemangel?"

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Rolf Schulmeister (Hrsg, 2013)

MOOCS MASSIVE OPEN ONLINE COURSES

Offene Bildung oder Geschäftsmodell?

 

Massive Open Online Courses sind das Thema der Saison. An allen Ecken wird diskutiert, werden Pläne geschmiedet, wird über die Zukunft der Lehre und Weiterbildung nachgedacht. Und all das geschieht offen, in fast täglich erscheinenden Nachrichten, Blogposts und Konferenzbeiträgen. Was kann in diesem Fluss der Ereignisse eine Dokumentation leisten? Wie geht man bei der Planung eines solchen Bandes vor: Wählt man die strategische Perspektive, um sich mit dem Blick nach vorn bewusst vom Tagesgeschehen abzuheben? Oder stürzt man sich ins Getümmel der Nachrichten, Entwicklungen und Begriffe, um Späteinsteigern einen Überblick zu verschaffen?

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f-bb Publikation

BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG MITGESTALTEN

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR SOZIALPARTNER

 

2008 startete die Qualifizierungsoffensive für Deutschland. Zu ihren zentralen Zielen zählte es, die Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten und Unternehmen zu steigern. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Handlungsfeld den Sozialpartnern zu. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat daher in enger Abstimmung mit der BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund eine Weiterbildungsrichtlinie erarbeitet. Sie unterstützt Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften bei ihren Bemühungen, die betriebliche Weiterbildung zu stärken und durch die Schaffung nachhaltiger Strukturen zu sichern.

Der Band zeigt auf, wie Sozialpartner und Betriebsparteien dazu beitragen können, betriebliche Weiterbildung wirkungsvoll und zukunftsfähig zu gestalten, und wie Kooperationen zwischen Sozialpartnern und Unternehmen erfolgreich durchgeführt werden können.

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N. Frank und M. Gottwald

MITARBEITERPOTENZIALE LÄNGER NUTZEN

FACHKRÄFTESICHERUNG DURCH FLEXIBLE BERUFSAUSSTIEGSMODELLE

 Die Belegschaften werden im Durchschnitt immer älter, und langfristig sinkt das Arbeitskräftepotenzial. Das zu frühe Ausscheiden älterer Beschäftigter birgt zudem die Gefahr des Verlustes wichtigen Fach- und Erfahrungswissens. Können darüber hinaus vakante Stellen nicht adäquat wiederbesetzt werden, führt dies zu kostspieligen Wertschöpfungsverlusten bis hin zur Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit. Dem gegenzusteuern, ist somit eine betriebswirtschaftlich relevante Aufgabe.

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Dr. Claudia Nagel

BEHAVIORAL STRATEGY -
DENKEN UND FÜHLEN IM ENTSCHEIDUNGSPROZESS DAS UNBEWUSSTE UND DER UNTERNEHMENSERFOLG

von Charlotte B. Venema

Das Buch hat keinen geringeren Anspruch als einen Neuansatz in der Strategiearbeit zu bieten. Studien darüber, wie erfolgreiche Unternehmen strukturiert sind und wie sie ihre Position ausbauen, gibt es reichlich. Es fehlt jedoch an Ansätzen, die wirklichen Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten. Deshalb ist die Aussagekraft dieser ganzen Forschung für die mittelständische Wirtschaft und Familienunternehmen relativ gering.

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Thomas Vašek

WORK-LIFE-BULLSHIT -
WARUM DIE TRENNUNG VON ARBEIT UND LEBEN IN DIE IRRE FÜHRT

von Jörg E. Feuchthofen

Der Titel des Buches ist provokant, der Begriff "Bullshit" fast reißerisch. Hier wird eine persönliche Position gesetzt, die dem Modetrend der "Work-Life-Balance" diametral gegenübersteht. Um jegliche Missverständnisse auszuschließen, signalisiert der Untertitel weiteren Klartext: Die Trennung von Arbeit und Leben führt in die Irre!
Beim unbefangenen Leser entsteht umgehend ein bestimmtes Maß an Neugier, wie häufig bei antizyklischen Positionen, die sich gegen die Abgedroschenheit zeitnaher Trendthemen stemmen (wollen). Wer einen solchen Titel so einfach und drastisch formuliert, dem wird ein gewisses Standing zugestanden. Ansatz und Schreibart klingen nach Peter Hahne, der in seinen Abhandlungen versucht, Glaube, Moral und Ethik auf den Standpunkt eines "normalen Bürgers" und dessen Weltempfinden herunterzubrechen.

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Eckart Sievering / Ulrich Teichler (Hrsg.)

AKADEMISIERUNG DER BERUFSWELT?

von Jörg E. Feuchthofen

"Wir sollten den Akademisierungswahn stoppen", forderte Julian Nida-Rümelin, vormaliger Staatsminister für Kultur in der Regierung von Gerhard Schröder, am 1.9.2013 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Eine solche Aufforderung, überdies von einem Sozialdemokraten, löste prompt heftige Reaktionen in Politik und Öffentlichkeit aus. Studieren lohne sich heute wie morgen mehr denn je, kontern die einen und sehen das Problem eher bei zu wenigen Bildungsfernen an den Universitäten. Die anderen befürchten eine bald nicht mehr schleichende quantitative wie qualitative Auszehrung des Systems der beruflichen Bildung.

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Gerd Schweizer, Ulrich Müller, Thomas Adam (Hrsg.)

WERT UND WERTE IM BILDUNGSMANAGEMENT

Nachhaltigkeit - Ethik - Bildungscontrolling

von Jörg E. Feuchthofen

Ein (importiertes) Zitat auf der Seite 140 kennzeichnet die Linie aller 19 Beiträge in diesem Sampler: Fredmund Malik wagt die These, dass kein dauerhaft gut geführtes Unternehmen nach der Doktrin des Shareholder-Value geführt ist . Bemerkenswert, zumal Malik bereits vor der (Banken-)Krise 2008 im Shareholder-Value einen der größten Irrtümer der Management-Literatur der letzten Jahre gesehen hat (nach Bailom/Matzler/Tschemernjak 2006).

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Foad Forghani

Shadow Negotiator

Der Spezialist für besondere Fälle

von Charlotte B. Venema

Der Autor ist Lesern der W&B bereits durch eine Serie von Beiträgen in der Rubrik Tutorium Praxis zum Thema Verhandlungen und durch die Besprechung seines ersten Buches Tanz um die Macht bekannt. Mit diesem Buch geht er einen anderen Weg: Er erzählt Geschichten aus seiner beruflichen Praxis. Dass diese Geschichten so gestaltet wurden, dass der Ursprungsfall nicht rekonstruierbar ist, versteht sich bei dieser Profession von selbst. Da aber reale Geschichten in dem Sinne erzählt werden, dass die einzelnen Bausteine einen wirklichen Hintergrund haben, ist ein ganz eigenes Produkt entstanden, das faszinierend zu lesen ist. Nebenbei kann man viel über Verhandlungen lernen vermutlich mehr als aus einem Lehrbuch. Denn die Geschichten verankern sich besser im Gedächtnis des Lesers, als es abstrakte Erläuterungen jemals könnten. Sie wirken sehr persönlich dieses stilistische Element zieht sich durch alle Erzählungen. Da die meisten Geschichten in einem internationalen Kontext stattfinden, kommt noch die sowohl unterhaltsame als auch informative Komponente unterschiedlicher kultureller Handlungsmuster dazu.

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Ergebnisse der OECD-Studie 2013

BILDUNG AUF EINEN BLICK

Im Juni 2013 ist die jährliche Daten-Studie Bildung auf einen Blick der internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erschienen. Die Indikatoren sind bildungs­ökonomisch orientiert und beleuchten Investitionen und wirtschaftliche Effekte des Bildungssystems.

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Klaus Hurrelmann/ Heribert Karch (Hrsg.)

MetallRente Studie 2013

Jugend, Vorsorge, Finanzen

Von der Generation Praktikum zur Generation Altersarmut?

von Charlotte B. Venema

Die Studie erschien erstmals 2010 vor dem Hintergrund der Insolvenz der Lehmann Bank und der folgenden weltweiten Wirtschaftskrise. Die nunmehr vorliegende, zweite Studie sieht die Jugendlichen mit einer schwelenden Finanz- und Wirtschaftskrise konfrontiert, die das Vertrauen vieler Menschen, aber insbesondere der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, in die Stabilität des Finanzmarktes und des Euro erschüttert hat. Umso wichtiger ist es, den Bedarf und die Perspektiven der jungen Generation in den Vordergrund zu stellen. Sie ist viel mehr als die älteren Generationen auf eine Neufassung der Altersvorsorge angewiesen.

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Bernhard Kalicki/ Ilse Wehrmann/ Jürgen Wüst

Familien- und Bildungspolitik im Wandel - Eine Zwischenbilanz

von Jörg E. Feuchthofen

Festschriften werden nicht allzu häufig rezensiert. Das hat auch einen guten Grund, sind viele doch als thematische Sampler ausgestaltet, mit bunt wie breit angelegten Beiträgen wichtiger Menschen, denen der Jubilar auf seinem Lebens- bzw. Berufsweg begegnet ist. Da fehlt dann schnell der rote Faden.

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Rezension

Alfred Riedl / Andreas Schelten:

Grundbegriffe der Pädagogik und Didaktik beruflicher Bildung

von Jörg E. Feuchthofen

Lehr- und Studienbücher gehören in den klassischen Disziplinen der Wissenschaft zum Standard. Ansprüche und Formen sind vielfältig. Die Reichweite variiert erheblich. Ganz oben im Ansehen stehen Werke, die ein gesamtes Fachgebiet im Kontext erschließen und meist eine in der Fachwelt gewichtige Lehre darstellen wollen. Der Erfolg ist nicht jedem Verfasser vergönnt. Bei Bestand des Buches über das Erscheinen hinaus kann man von einer wissenschaftlichen Akzeptanz sprechen, deren Renommee unter Kollegen dann oft nach der Anzahl der Neuauflagen bestimmt wird.

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Rezension

Peter Modler: Das Arroganz-Prinzip. So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf

von Charlotte B. Venema

Eine kurze Suche auf Amazon ergibt 6.343 Bücher mit dem Wort Prinzip im Titel. Die meisten folgen dem Muster Das XY-Prinzip des Erfolgs oder so ähnlich. Und dann auch noch das Arroganz-Prinzip?

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Rezension

Manfred Spitzer: Digitale Demenz

von Charlotte B. Venema

Eine kurze Durchsicht der Rezensionen von Manfred Spitzers Digitaler Demenz in der Tagespresse ergibt ein überraschend einheitliches Bild. Krude Theorien, populistisch montiert titelt die Süddeutsche. FAZ und TAZ kommen zu vergleichbaren Ergebnissen.

Wie hat Spitzer das geschafft? Jedenfalls hat er bewiesen, dass bedrucktes Papier keinesfalls für intelligentere Inhalte steht als diverse Plattformen im Internet. Weiterlesen...

 


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