Meinung

Charlotte B. Venema: Meine Meinung

GERMAN ANGST ODER DIE GRUNDLAGEN DER ABENDLÄNDISCHEN KULTUR

 

 Deutschland steht vor einem großen Problem. Nein, ich meine nicht die sog. "Flüchtlingskrise". Ich meine die demografische Entwicklung. Da die Geburtenrate seit 1975 bei 1,4 Kindern je Frau liegt, würde die Bevölkerung Deutschlands ohne ständige Zuwanderung bereits seit Jahren spürbar zurückgehen. Die aktuelle Bevölkerungsprognose für Deutschland, die auf den Daten vom Dezember 2013 basiert, besagt in konkreten Zahlen, dass die hiesige Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis 2030 von derzeit knapp 49 Mio. auf 44 45 Mio. sinken wird. 2060 werden es demnach noch 38 Mio. sein. Wie sich ein so dramatischer Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands auswirken würde, wissen wir nicht. Wahrscheinlich ist, dass Deutschland seine wirtschaftlich starke Position und seinen Wohlstand nicht erhalten könnte.

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Harald Martenstein

 ÜBER UNGERECHT VERTEILTE INTELLIGENZ

Diese Kolumne widme ich Dr. Koloman Fritsch sowie dem 2014 gestorbenen Schauspieler Robin Williams und seinem Film Der Club der toten Dichter. Ich habe mich mit einer Deutschlehrerin unterhalten. Die Deutschlehrerin sagte, dass an ihrer Schule, einem Gymnasium, in der Oberstufe hauptsächlich Brecht gelesen wird. Zugunsten von Bertolt Brecht habe man Goethe weitgehend ­fallen gelassen. Fack ju Göhte. Begründet werde diese Bildungsreform mit dem Argument, dass Brecht "näher an der Lebenswirklichkeit der Schüler" sei.

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Josef Krieg: Meine Meinung

IDEENSCHMIEDE COMMUNITY

Ist die Idee der digitalen Community auf Unternehmen übertragbar? Ja und unbedingt! Die digitale Revolution mit ihrem Grundsatz "Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert" verlangt von allen Unternehmen weitreichende Innovationen, radikale Aufgabe tradierter Prozesse und fundamentale Änderung der Organisation. Ohne ein neues Verständnis von Kommunikation, Vernetzung und letztlich Führung ist dieser Wandel nicht machbar. Manche Unternehmen setzen soziale Medien ein, weil sie glauben, ihren "digital natives" damit einen Gefallen zu tun. Andere schotten sich vollkommen ab. Beides ist falsch. Der Technikkonzern Bosch hat nach eigenen Angaben weltweit 18.000 Learning Communities etabliert, die von Community-Managern unterstützt und geleitet werden. Sie sind Teil eines Ideenmanagements, das helfen soll, neue Ideen umzusetzen und Kosten zu sparen.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

ACHTUNG ZEITGEIST!

 

Es ist passiert: Die Redaktion der W&B kommt nicht mehr umhin, die Genderfrage zu klären. Wie halten wir es mit der Gleichberechtigung der Geschlechter in der Sprache?

Auslöser ist unsere äußerst genaue und versierte Korrektorin, die an dem Sprachwirrwarr schier verzweifelt. Ich zitiere ihr Mail zu den Genderformen in den unterschiedlichen Texten: "Das machen die Autor/innen, Autor(innen), AutorInnen, Autoren/Autorinnen bzw. ­Autorinnen und Autoren nämlich alle unterschiedlich. Und als ob das nicht schon genug Verwirrung wäre, ist es manchmal auch noch sprachlich falsch. So heißt es "für Elektroinstallateur/innen, und das stimmt ja grammatisch nicht, denn wenn man "innen" anhängt, aber die männliche Form "für Elektroinstallateure" heißt, fällt Letztere in dem Fall komplett weg. Theoretisch müsste man da also "für Elektroinstallateure und Elektroinstallateurinnen" schreiben, was dann wiederum superholprig wird, zumal es öfter im Text vorkommt."

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

MACHT PARADOX

Über Macht redet man nicht, man hat sie oder auch nicht. Machtstrukturen sind die konstanteste Konstante jeder menschlichen Gesellschaft und jedes Unternehmens. Macht ist in der Regel kein Thema, über das in der Wirtschaft offen gesprochen wird. Nun gut, gelegentlich wird jemand mehr oder weniger überraschend "abgesägt" oder "einen Kopf kürzer gemacht", oder er tritt aus rein privaten Gründen von seinem Posten zurück. Die privaten Gründe stehen dabei als Synonym für "wir möchten nicht darüber reden", was jeder sofort versteht, denn: siehe oben. Das klärt aber nur die Frage, wer aktuell die Macht hat. Es beantwortet nicht, wie Macht verteilt, ausgeübt und kontrolliert wird. Und auch nicht, was Macht eigentlich ist.

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Dr. Rainer Waldschmidt

WISSENSTRANSFER BRAUCHT BRÜCKENBAUER

 

Wissenstransfer ein großes Wort in aller Munde. Alle Welt spricht über das Thema in den unterschiedlichsten Zusammenhängen, doch an welche Definition halten wir uns? In welchem Zusammenhang nutzen wir das Wort? Ist Wissenstransfer nur im herkömmlichen Sinne zu verstehen als die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, also beispielsweise im Technologietransfer? Wenn also Unternehmen mit wissenschaftlichen Institutionen kooperieren wollen, um Innovationen hervorzubringen, oder wenn Forschungsergebnisse in unternehmerische Praxis einfließen dann handelt es sich dabei um den Transfer von Wissen. Oder ist Wissenstransfer am anderen Ende des Spektrums im neueren Sinne jegliche (ungesteuerte) Form der Kommunikation zwischen Experten und Laien oder noch extremer der Kommunikation von jedem mit jedem? Wenn mir also mein Sohn Sinn, Zweck und Funktionsweise von sozialen Netzwerken erklärt, ist das Austausch von Erfahrungswissen. Oder wenn ein Arzt dem Patienten die Diagnose erläutert und damit Entscheidungshilfen schafft. Was Lehrer ihren Schülern vermitteln, ist in erster Linie Wissenstransfer. Wir sollten also genau bedenken, in welchem Zusammenhang wir von "Wissenstransfer" sprechen, und welche Funktion er erfüllen soll.
 
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Jörg E. Feuchthofen

FLEXIBLE ARBEITSWELTEN

 

Teilzeit, Leiharbeit und MiniJobs verändern die Arbeitswelt, während der Anteil unbefristeter Vollzeitstellen wächst. Die Formen von Arbeit werden vielfältiger. Was bedeutet das
für Betriebe und Mitarbeiter?

 

Das Ende der Normalarbeitsverhältnisse, die Zunahme prekärer Lebenslagen, Flexibilisierung und Mobilisierung von Arbeit, kreative Ökonomie, Wissensgesellschaft: So werden einige meist düstere Veränderungen umschrieben, die in der Diskussion über die Zukunft der Arbeit für Entgrenzung und das Ende von Verlässlichkeit stehen sollen. Die Bertelsmann-Stiftung hat daher 2013 eine 20-köpfige Expertenkommission "Arbeits- und Lebensperspektiven in Deutschland" berufen, die sich mit den aktuellen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt und ihren Einflüssen auf die Gesellschaft befassen soll. Sie wird bis Ende des Jahres Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft formulieren und öffentlich diskutieren. Die Mitglieder der Kommission stammen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Darunter sind auch Vertreter der Tarifparteien.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

DICHTUNG UND WAHRHEIT

 

Wenn es Menschen gibt, die Talent haben, dann sollte es auch Menschen geben, die kein Talent haben. Alle Bemühungen von HR laufen darauf hinaus, sicherzustellen, dass keiner dieser talentlosen Low-Performer das Bewerbungsverfahren übersteht.

Die aktuellste, im Trend liegende Methode dazu sind Kompetenzmodelle. Sie beschreiben genau, welche Kompetenzen erwünscht sind. Aber genau hier fangen die wirklichen Probleme erst an. Wir suchen innovative, kreative, selbstständige, intrinsisch motivierte Entrepreneure mit ausgeprägter sozialer Kompetenz, belastbar, flexibel und was noch alles. Talente eben. Aber "Talent" ist in Wahrheit ein relativer Begriff.

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Jörg E. Feuchthofen

WIE VIEL STEUERUNG VERTRÄGT EFFIZIENZ?

 

2006 legte der Innovationskreis Weiterbildung "Empfehlungen für die Zukunft der Weiterbildung und das Lernen im Lebenslauf" vor. 2007 veranstaltete das BMBF dazu einen großen Fachkongress. Die Themen klingen damals wie heute gleich. Doch wie steht es um Anspruch und Wirklichkeit zur Jahreswende 2013/14?

 

 

Aus der Sicht der Wirtschaft ist der Stellenwert von Weiterbildung seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts gestiegen und auf hohem Niveau. Das gilt zumindest aus dem Blickwinkel der Unternehmen, die bedarfsbezogen planen und handeln müssen. Viele Faktoren haben dazu beigetragen, dass dieser Bedarf auch kleinere und kleine Betriebe erreicht hat. Genannt seien nur exemplarisch zwei völlig unterschiedliche Motive: eine zunehmende wie immer komplexere Regulierung auch im Handwerksbereich (Stichwort etwa Anlagenbau und Emissionsschutz) und die Sicherung des betrieblichen Fachkräftenachwuchses als Querschnittsbedarf über die gesamte Wirtschaft hinweg.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

WEM NÜTZT WAS?

Weiterbildung ist ein beliebter Untersuchungsgegenstand für die Wissenschaft. Man kann Entwicklungen und Trends aufzeigen, internationale, nationale und regionale Vergleichsstudien und Rankings erstellen. Man kann ausrechen, wie viel Geld für Weiterbildung ausgegeben wird, mehr Weiterbildung fordern oder untersuchen, welche Personengruppen wie viel Weiterbildung bekommen. Weder für den Forscherdrang, noch für die aus den Ergebnissen abgeleiteten Erkenntnisse, Erwartungen und Forderungen ist irgendwo ein Ende in Sicht. Da ist es manchmal ausgesprochen hilfreich, dumme Fragen zu stellen, z. B.: Was genau meinen wir mit Weiterbildung und was fällt nicht darunter?

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

SEIN UND SCHEIN

Die duale Berufsausbildung erlebt gerade einen rasanten Aufstieg. Sie gilt plötzlich in Europa als neue Waffe gegen Jugendarbeitslosigkeit. Das Bundesbildungsministerium schließt Berufsbildungsabkommen mit Spanien, Griechenland, Italien und Portugal, die Europäische Kommission ruft gemeinsam mit der litauischen Ratspräsidentschaft und den Sozialpartnern eine Ausbildungsallianz aus, die internationale Arbeitgeberorganisation IOE gründet mit der OECD ein "Global Apprenticeships Network". Bei dieser Entschlossenheit und Tatkraft bleibt zu hoffen, dass sich die ganzen Initiativen nicht gegenseitig auf die Füße treten.

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Jörg E. Feuchthofen

WISSENSCHAFTSRAT FORDERT ZUKUNFTSPAKT

 

Die meisten Hochschulen in Deutschland ächzen schon länger. ­Bologna ist halbwegs umgesetzt, da wird der Studentenberg zum langjährigen Hochplateau. Die Erwartungen an Innovation, Exzellenz, Qualifizierung und internationalen Rang steigen ständig. Die Misch­finanzierung von Bund und Ländern wirft Fragen nach der Passung auf. Jetzt fordert der renommierte Wissenschaftsrat Bund und Länder auf, einen milliardenschweren Zukunftspakt 2015 zu schließen.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

WERTE OHNE WORTE

Unternehmen brauchen Werte, an denen sie sich orientieren. Einfach nur Geld zu verdienen, reicht nicht mehr, es ist vorbei mit der reinen Profitgier. Diesmal meinen es alle, wirklich alle ernst. Und warum? Ohne Werte geht nicht nur die Orientierung verloren, auch der Gewinn geht den Bach runter. Dafür gibt es jedenfalls einige prominente Beispiele. Es geht also doch wieder um den Profit. Andererseits gibt es auch ein paar prominente Beispiele dafür, dass miese Geschäftsmethoden nicht unbedingt in den Abgrund führen, jedenfalls nicht gleich.

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Jörg E. Feuchthofen

BILDUNGSCHANCEN

 

http://www.vodafone-stiftung.de/pages/presse/publikationen/subpages/allensbach-studie_-_hindernis_herkunft/index.htmlGerechtigkeit hat Konjunktur. Mehr noch: Vor den anstehenden Wählkämpfen in Bund und mehreren Ländern dominiert das Wort in der Politik. Da bleibt die Bildung nicht außen vor. Die Bildungsgerechtigkeit steht auf dem Prüfstand. Eine Allensbach-Studie gibt Hinweise, wie es denn mit der Chancengerechtigkeit an deutschen Schulen bestellt ist.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

POLITIK UND GERECHTIGKEIT

Gerechtigkeit ist mal wieder ein großes Thema. Der Wahltag rückt näher, also suchen Politiker nach starken und emotional besetzten Begriffen. Leider sind die Definitionen von Gerechtigkeit überwiegend negativ: Gerechtigkeit ist die Abwesenheit von Ungerechtigkeit. Oder sie sind vage und in sich widersprüchlich wie die soziale Gerechtigkeit . Das klingt gut. Nur bleibt völlig unklar, was damit gemeint ist. Meinen wir die gerecht, also gleich verteilten Zugangschancen zu Ressourcen oder meinen wir die Verteilungsgerechtigkeit, also das Ergebnis des Wettlaufs um Ressourcen? Auch bei gleichen Zugangschancen sind die Ergebnisse extrem unterschiedlich. Sie sind natürlich noch unterschiedlicher, wenn auch die Startchancen ungleich verteilt sind. Es kommt noch hinzu, dass Menschen im Wettlauf um Güter ganz unterschiedliche Werteskalen verwenden. 

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Im Interview: Frank Siepmann

LERNKULTUR: NEW PRACTICE?

 

Digitale Medien verändern das Lernen im ­Unternehmen. Es entstehen neue Formate und ­Kooperationsformen. Gleichzeitig verändern sich die Angebote für Lernprofis in der Wirtschaft. Organisatoren von Konferenzen und Verleger von Fachzeitschriften informieren nicht nur über diese Entwicklungen, sie verändern sich auch selbst und greifen die neuen Formate auf. Im Interview stellen wir deshalb das Unternehmen Siepmann Media vor, das sich auf eLearning spezialisiert hat und innovative Angebote für Lernprofis entwickelt.

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Jörg E. Feuchthofen

LEHRKRÄFTE AM LIMIT?

Seit der Teilnahme an internationalen Bildungsstudien, aber auch durch ­politisch ­forcierte Veränderungen steht das deutsche Bildungswesen unter Reformdruck. Selten wird dabei die Frage gestellt, wie die Lehrenden in der Praxis mit den Ver­änderungen von Zielen, Strukturen und Inhalten umgehen ob in ­Schule, Ausbildung, Studium oder Weiterbildung. Ein Forschungsprojekt der Berliner ­Humboldt-Universität im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung hat die Bildungsarbeiter" ins Zentrum einer ­entsprechenden Untersuchung gestellt.

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Im Interview: Ingmar J. Rath, Integrata AG

SKILLS, KULTUR UND DESIGN

Bildungsdienstleister müssen heute weit mehr bieten als Standard­angebote, um am Markt zu bestehen. Aber was können sie wirklich bis zu welcher Breite und Tiefe für ihre Kunden leisten? Wo entwickelt sich das Geschäft hin? Fragen an den Vorstandvorsitzenden der Integrata AG, die ­Veränderungen am Markt über mehrere Jahrzehnte hinweg bewältigt hat.

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Charlotte B. Venema: Meine Meinung

EIN HAUCH VON LÄCHERLICHKEIT

Die alltäglichste Auswirkung der Gleichstellung von
Frauen ist eine Verkomplizierung der Sprache. Verkomplizierung
ist ein grausliches Wort für eine ebenso
grausliche Unsitte: Die Verdopplung der Anreden und
Gruppenbezeichnungen. Meine lieben Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen,
Kunden und Kundinnen, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen,
Katzenliebhaber und Katzenliebhaberinnen
und so weiter und so fort.   Weiterlesen...


Jörg E. Feuchthofen: Meine Meinung

MILLIARDENGRAB?!

Dass es mit genügend Kindern in Deutschland nicht klappt, hat sich herumgesprochen. Dabei wollen wir alle ja mehr. Als Gesellschaft insgesamt, versteht sich. Der Staat ist aufgerufen und bereit, Anreize zu geben. Das tut er schon lange. Familienpolitik nennt sich das. Das Angebot ist riesig. Es reicht vom Ehegattensplitting bis zum neuen Betreuungsgeld, von der Kinderzulage bis zum Kindererziehungsergänzungszuschlag . Und vieles andere mehr.

Geholfen hat das bisher nicht. Viele Experten meinen, dass die Anreize eher wirkungslos sind. Familienpolitische Leistungen sind ein historisch gewachsenes Patchwork. Mal hier, mal dort, je nachdem, welche politische Farbe regiert(e). Aber bei allen immer mehr. 200 Milliarden Euro kommen so im Jahr zusammen. Der Spitzenplatz in Europa! Aber ausgerechnet die teuersten Leistungen, so recherchierte jüngst DER SPIEGEL (6/2013), bringen oft die geringsten Resultate.  

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W&B 11-12/12

Eine Marktförmige Ordnung

von Jörg E. Feuchthofen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat die bisherige Typologie von regionalen (betrieblichen) Ausbildungsmärkten neu aufgelegt und deutschlandweit 11 Vergleichtypen entwickelt. Welchen Wert hat eine solche Vergleichsstudie, wie lauten die Erkenntnisse und wem nutzen sie?
 
 
 
Meine Meinung

déjà-vu

von Charlotte B. Venema

Der Philosoph Sloterdijk sieht Social Media als ein Freundschaftskraftwerk für Jedermann. Früher, so Sloterdijk, hatte eine adlige Oberschicht auch deshalb die Macht, weil sie Europa mit einem exklusiven Netzwerk von Kontakten und Beziehungen überzog. Das sicherte ihren Informationsvorsprung und ihre Privilegien. Ähnliches galt für die Handelsbeziehungen der Kaufleute.   Weiterlesen...

 
 
 
Interview

Interview mit Dr. Kai-Holger Liebert, Head of Global Learning Campus, Siemens AG

Globale Geschäftsprozesse erfordern entsprechende Konzepte bei der Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter. Die Entwicklung globaler Netzwerke ist eine Strategie, mit der sich Trainingsorganisationen dieser Herausforderung stellen. Dr. Kai-Holger Liebert beschreibt die Aufgaben, die Ziele und den laufenden Prozess.

 

 


W&B 09-10/2012

von Jörg E. Feuchthofen
 
Von wegen Datenfriedhof! Der diesjährige Oecd-Bericht Bildung auf einen Blick hat Politik und öffentliche Meinung überraschend stark beschäftigt. Die einen sehen in der Bildungsgesellschaft einen closed shop, die anderen gute Chancen für den Aufstieg. Vor allem aber geht es um die Frage, ob Deutschland zu saturiert ist. Oder drastisch formuliert: Bleibt hierzulande arm eben arm und dumm eben dumm ?
 
 
Meine Meinung

von Charlotte B. Venema

Jedes Jahr beginnt in Deutschland für 300.000 Jugendliche der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung mit Warteschleifen im Übergangssystem. Der Zusatz System ist bereits eine Übertreibung. Von einer Systematik kann keine Rede sein.

 


Fragen an und Antworten von Hans-Josef Moor, Ausbildungsleiter SGL Carbon GmbH. Er ist seit vielen Jahren Bundes­sachverständiger der ­Arbeitgeber in den Neuordnungsverfahren verschiedener Metallberufe.

 
 

 

DER NEUE "TARIFVERTRAG ZUR INTEGRATION JUGENDLICHER IN BERUFSAUSBILDUNG"

Das Beispiel Der hessischen Metall- und Elektroindustrie

Im Mai 2012 unterzeichneten die Tarifvertragsparteien der hessischen Metall- und Elektroindustrie den neuen Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufs­ausbildung , der jungen Menschen einen neuen Weg in die Berufsausbildung eröffnet. Er ist am 01.07.2012 in Kraft getreten. Auch in den Tarifgebieten Saarland, Pfalz, Rheinland-Rheinhessen und Thüringen ist dieser Tarifvertrag von den dortigen Tarifvertragsparteien abgeschlossen worden.

Da die Tarifvertragsparteien hier Neuland betreten, hat W&B hat den Hauptgeschäftsführer von HESSEN­METALL und den Bezirksleiter Mitte der IG Metall unabhängig voneinander um eine Einschätzung des neuen Tarifvertrags gebeten.

Wir stellen beide Stellungnahmen hier parallel ab, damit die ­Nuancen der Bewertung deutlich werden.

Weiterlesen... (€)

 

W&B 07-08/2012

Meine Meinung

von Charlotte B. Venema

Eine Form der Kompetenz wird in Wissenschaft und Praxis bisher völlig vernachlässigt: die Kompetenz durch Betroffenheit. Dabei ist es höchst erstaunlich, welches Expertenwissen durch schlichte Betroffenheit entsteht. Wie wird man zum Betroffenen? 

 
 
 
Das Modethema "Kompetenz und seine Bedeutung für die Praxis
von Prof. Dr. Günther Trost
 
Die Flut an Abhandlungen zum Modethema Kompetenz" ist kaum mehr überschaubar. Zwei Tendenzen fallen dabei auf. Beide sind aus der Bildungstradition verständlich, aber wenig hilfreich.
 
 
 
Interview mit Peter Nemec, nemectv GmbH
 
Wir leben in einer Marktwirtschaft. Aber nach wie vor lernen Schüler wenig bis nichts über wirtschaftliche Zusammenhänge. Entsprechend niedrig ist die Wirtschaftskompetenz in der Bevölkerung. Deshalb sind Begriffe wie Markt und Wettbewerb eher negativ besetzt. Peter Nemec, der jahrzehntelang als Wirtschaftsredakteur tätig war, kann sich damit nicht abfinden und hat einen Fernsehsender gegründet, um Jugendlichen Wissen über Wirtschaft zu vermitteln.
 
 

W&B 03-04/2012

Meine Meinung
 
 

von Charlotte B. Venema

Politiker, die Reden halten, wissen: Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Was wäre Deutschland ohne seine KMU, die kleinen und mittleren Unternehmen!

Deshalb werden KMU gehegt und gepflegt. Ein ganzer Förderdschungel bietet jedem irgendwo irgendeine Subvention. Da Institutionen, die Fördermittel verteilen und Projekte entwickeln, ihr selbstloses Engagement begründen müssen, entsteht ein merkwürdiges Phänomen: Das KMU-Bashing. Das typische KMU ist in Veröffentlichungen, die über Förderprojekte berichten, ein ausgesprochen hilfsbedürftiges Wesen.

Da die folgenden Zitate ausgesucht wurden, um zum Nachdenken anzuregen und nicht um Autorenschelte zu betreiben, bleiben die Quellen das Geheimnis der Redaktion. Dass sie die Mentalität einer ganzen Förderkultur und Förderindustrie wiedergeben, kann jeder durch ein paar Stichproben überprüfen. Weiterlesen...

 
 
 
 
von Jörg E. Feuchthofen
 
Wer mit betrieblicher Ausbildung zu tun hat, kennt das Problem zwangsläufig, fast als ein schon ewiges. Schule definiert eine fundierte Allgemeinbildung als Bildungsziel. Wer im Anschluss ausbildet, erwartet vor allem eine hinreichende Ausbildungsreife . Die Blickwinkel unterscheiden sich, die Schnittmenge ist umstritten. Weiterlesen...
 
 
 
 
Interwiew
 
Interview mit Waltraud Hellmann, Leitung Personal- und Organisationsentwicklung, Merck KGaA
 
Die duale Berufsausbildung ist international ohne Konkurrenz, aber unflexibel bei der Anpassung an neue Anforderungen. Internationale Unter­nehmen wie Merck setzen bei der Bewältigung des Fachkräftemangels auf ­Internationalisierung und einen breiten Mix von Rekrutierungs­instrumenten. Waltraud Hellmann, Leitung Personal- und Organisationsentwicklung bei der Merck KGaA, verlangt von HR, sich als strategischer ­Partner der Geschäft­bereiche zu bewähren.
 
 

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